Willkommenskultur und Sinti in Deutschland

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Romeo Franz ist sinto-deutscher Bürgerrechtler und Politiker bei Bündnis 90/ Die Grünen. Darüber hinaus ist Franz Geschäftsführer der Hildegard Lagrenne Stiftung für Bildung, Inklusion und Teilhabe von Sinti und Roma in Deutschland.

Im Interview mit Julia Brilling spricht Romeo Franz über die Willkommenskultur im Kontext von Flucht und Asyl, über die europäische Flüchtlingspolitik und wie die Willkommenskultur für Geflüchtete in Deutschland umgestaltet werden muss.

 

Im zweiten Teil spricht Romeo Franz über „Xenophobie“ und deutsche Sinti, die als Fremde wahrgenommen werden und doch seit vielen Jahrhunderten hier leben. Eine Tatsache, die den Begriff „Willkommenskultur“ absurd erscheinen lässt. Franz beleuchtet dabei seine eigene, über 600 Jahre alte Familiengeschichte und die Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti. Auch vor dem Hintergrund der Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma in der NS-Zeit und die späte Anerkennung dieser Verbrechen, die erst 1981 nach politischer Organisierung von Sinti und Roma selbst erfolgte.

Im weiteren Gespräch erörtern Romeo Franz und Julia Brilling die Reproduktion alter Stereotype und rassistischer Vorurteile durch die Medien. Abschließend stellt Romeo Franz die Hildegard Lagrenne Stiftung vor, die erste Stiftung, die von deutschen Sinti und Roma gegründet wurde.

 

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