Vorbilder im Gespräch: Bundeswehr mit Migrationshintergrund

Vorbilder im Gespräch: Bundeswehr mit Migrationshintergrund

Dominik Wullers ist stellvertretender Vorsitzender von „Deutscher.Soldat e.V.". Urheber: Heinrich-Böll-Stiftung. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Soldatinnen und Soldaten mit Migrationshintergrund sind inzwischen fester Bestandteil des deutschen Militärs. Sie tragen die Uniformen der Bundeswehr und das deutsche Hoheitsabzeichen. Wer den deutschen Pass hat, kann Soldat werden. Aber was bedeutet  „Deutschsein“ in der Bundeswehr und in der Gesellschaft? Wie sehen Berufs- und Aufstiegschancen von Soldatinnen und Soldaten mit Migrationshintergrund bei der Bundewehr aus? Und welche Erfahrungen machen sie mit Diskriminierung und Rassismus?

Hatice Akyün, Journalistin und Schriftstellerin, sprach über diese Fragen am 4. Dezember 2014 mit Dominik Wullers, stellvertretender Vorsitzender von „Deutscher.Soldat e.V." und Omid Nouripour MdB, Sprecher für Außenpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Über unsere Reihe: Vorbilder im Gespräch

Herkunft ist in Deutschland weiterhin der bestimmende Faktor für Lebenschancen. Trotz Aufstiegsbestrebungen finden sich Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland überdurchschnittlich häufig in niedrigen sozialen Schichten und mit niedrigen Bildungsabschlüssen und Einkommen. Die Bildungsbiografie der meisten Migrant/innen in Deutschland nimmt zahlreiche Umwege. Die Ursachen hierfür liegen nicht allein an der mangelnden Qualifikation. Die Abwertung von Bildungsabschlüssen sowie fehlende Netzwerke verfestigen die soziale Platzierung in nachhaltiger Weise.

Erfolgreiche Personen mit Migrationshintergrund aus Politik, Sport, Wissenschaft, Kultur und Medien können durch ihre Geschichten – Geschichten des Aufstiegs – und ihre Vorbildfunktion eine wichtige Funktion in der Weiterentwicklung der Narration von Teilhabe und Aufstieg in Deutschland übernehmen. Welche Barrieren haben sie überwunden, welche Chancen haben sie genutzt, um sich und ihre Träume zu verwirklichen? Wann kollidiert das  Aufstiegsstreben durch Bildung und Leistung mit der Wirklichkeit?

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