Dossier: Hip Hop zwischen Mainstream und Jugendprotest

Dossier Hip Hop zwischen Mainstream und Jugendprotest

Darra J in concert.. Foto: Dirk Ingo Franke. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Hip Hop bewegt sich zwischen Kommerzialisierung und rebellischer Underground-Kultur. Ist HipHop ein Gradmesser der kulturellen Entwicklung der Einwanderungsgesellschaft? Ein Dossier über ein interessantes Phänomen der kulturellen Globalisierung.

Beiträge

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Heute gehen ca. ¾ der Umsätze im Rap-Musikbereich in den USA auf die Nachfrage von Weißen, zumeist männlichen Konsumenten aus dem Mittelstand zurück. Diese Zahlen geben zwar die Kaufkraft- und gesellschaftliche Wohlstandsverteilung wieder, sagen aber wenig über den Gebrauchswert von Rap entlang von ethnisch-, gender- und sozialspezifischen Konstellationen aus.

Daara J auf der Bühne beim Berlin festival 2005

Die Ausdrucksformen des Hip-Hop, sei es Breakdance, Rap, DJing, Graffiti oder die Mode, sind durch die sozialen Spannungen Ende der 70er Jahre in der South Bronx geprägt. New York befand sich damals im Übergang von einem industriell geprägten Standort zu einer so genannten ‚postindustriellen’ Stadt. 

Junge steht auf einer Hand vor einem Graffiti

Die Anfänge einer eigenständigen, deutsch-türkischen Musikszene lassen sich auf die frühen Neunzigerjahre zurück datieren. Zwei unterschiedliche Strömungen zeichneten sich damals schon ab: Auf der einen Seite spaltete sich ein türkischsprachiger Seitenarm von der deutschen HipHop-Szene ab ...

Junge steht auf einer Hand vor einem Graffiti

1995 war für Turkish HipHop ein gutes Jahr. Eine bis dahin unbekannte Gruppe aus Deutschland fegte Michael Jackson von der Spitze der türkischen Charts elegant hinfort.

Foto von Hannes Loh

Die Jahre zwischen 1999 und 2002 waren für Rap aus Deutschland eine seltsame Zeit. An allen Ecken und Enden vernahm man ein Stöhnen und Jammern

Foto von Joshua Kwesi Aikins

Schwarzsein ist Teil des Hip Hop-codes, wird zitiert, verwendet, vermarktet. Dies geschieht jedoch stets so demonstrativ, dass klar ist: Hier wird das Schwarze, das Andere dargestellt.

Foto von Sascha Verlan

Das große Wort von der Entpolitisierung des Rap ist längst zu einem Allgemeinplatz der verschiedensten HipHop-Diskurse geworden. Aber was heißt das eigentlich?

Foto von Mutlu Ergün

PHOENIX wurde 1996 in Duisburg gegründet und ist eine anti-rassistische NGO, welche sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene tätig ist. Mittlerweile hat PHOENIX über 220 Mitglieder, weltweit und bietet verschiedene Trainings an, die ein breiteres Bewusstsein über den alltäglichen (institutionalisierten) Rassismus zu schaffen versuchen.

Interview

Wie fast kein anderer hat Moses Pelham als Rapper, Produzent und Chef des Labels 3p den HipHop in Deutschland seit den Gründungstagen begleitet und geprägt. Ende der 1980er Jahre veröffentlichte Pelham seine ersten Raps in englischer Sprache, später gründete er mit Thomas Hofmann das Rödelheim Hartreim Projekt, eine der erfolgreichsten deutschsprachigen HipHop-Bands.