Dossier Migration & Entwicklung

Dossier Migration und Entwicklung

Akteure & Potentiale

Eine positive Verknüpfung von Migration und Entwicklung, das Einbeziehen von MigrantInnen und Diasporas in Entwicklung sowie die Förderung diasporischer Entwicklungsaktivitäten wird vielerorts als Innovation begrüßt. Doch welcher Politiken in Herkunfts- und Aufnahmeländern bedarf es, um die identifizierten Potentiale zu aktivieren?
 

Tatjana Baraulina und Kevin Borchers beleuchten den Zusammenhang zwischen den sozialen, ökonomischen und professionellen Ressourcen der MigrantInnen und ihrem Engagement für die Herkunftsländer.

Jennifer Brinkerhoff presents eabling policy options which activate the potential of the divergent actor in the field and create synergies between them.

Joseph A. Yaro examines the role of development as push and pull factor in migration.

Über das Dossier

Das Dossier bietet differenzierte Analysen über Potentiale und Grenzen des Migrations-Entwicklungs-Nexus. 

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Das Dossier bietet differenzierte Analysen über Potentiale und Grenzen des Migrations-Entwicklungs-Nexus.

Chancen & Widersprüche

Der Migrations-Entwicklungs-Nexus birgt zweifelsohne Chancen für verändertes, innovativeres und inklusiveres Entwicklungshandeln. Gleichzeitig ergeben sich in diesem für viele Institutionen neuen Handlungsfeld Risiken, die es zu identifizieren gilt. Werden im neuen  politischen Handlungsfeld des Migrations-Entwicklungs-Nexus Geschlechterordnungen mitbedacht oder sorgt sie Euphorie des „Migrations-Entwicklungs-Mantras“ für geschlechterblindes Handeln, das Ungleichheiten fortschreibt? Jenseits der vereinfachenden Euphorie gilt es, oft unhinterfragte Annahmen kritisch zu beleuchten – sind Remittances nur positiv zu bewerten? Ist Mexikos Migrations- und Entwicklungspolitik tatsächlich so vorbildlich, wie sie häufig dargestellt wird?

Doris Hilber discusses the effects of the "Migration and Development Mantras" on gender relations.

Beatrice Knerr relativiert die allgemeine Euphorie mit einer kritischen Analyse von möglichen negativen Langzeitfolgen der Rücküberweisungen (remittances).

Eva Gerharz untersucht die Rolle von MigrantInnen als Entwicklungsakteure am Beispiel von Diaspora Communities aus Konfliktgebieten.

Simon Musekamp zeigt, dass jenseits des politischen Klimawandels die Verknüpfung von Migrations- und Entwicklungspolitik in Deutschland noch zahlreiche Inkohärenzen aufweist.

Praxis & Projekte: Erfahrungen im Migrations-Entwicklungs-Nexus

Migration und Entwicklung werden in unterschiedlichen Kontexten seit Jahren zusammengeführt. Die Praxis ist dabei der theoretischen und politischen Debatte voraus: Die dort besprochenen transnationalen Entwicklungsaktivitäten sind bereits seit Jahrzehnten Teil der Lebensrealität von MigrantInnen und Diasporagemeinschaften.

Auch in Deutschland bestehen darüber hinaus bereits erste institutionelle Verbindungen zwischen Diasporaorganistationen und Institutionen der kommunalen Entwicklungszuammenarbeit. Eine Analyse der bestehenden Projekte und Praxen kann daher wichtige Impulse für eine verbesserte Zusammenarbeit aller relevanten AkteurInnen liefern.

Mariamma Awumbila stellt Überlegungen an, wie aus afriknaischer Sicht der "Brain drain" zum "Brain gain" werden kann.
Nadine Sieveking identifiziert in ihrer Untersuchung in NRW die mangelnde Anerkennung als Hemmnis für das entwicklungspolitische Engagement afrikanischer Frauen.
Ulrich Held und Stefan Wilhelmy beleuchten die zu wenig beachteten Innovationen in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit, die neue Kooperationsformen zwischen Diasporaorganisationen und staatlichen Stellen hervorgebracht haben.
Gilberto Rescher hinterfragt die oft als vorbildlich hervorgehobene Politik des Staates Mexiko gegenüber MigrantInnen.
 

Mariamma Awumbila analyses how from the African perspective a "Brain Drain" can become a "Brain Gain".

Weitere Beiträge

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