Dossier Migration & Entwicklung

Dossier Migration und Entwicklung

Akteure & Potentiale

Eine positive Verknüpfung von Migration und Entwicklung, das Einbeziehen von MigrantInnen und Diasporas in Entwicklung sowie die Förderung diasporischer Entwicklungsaktivitäten wird vielerorts als Innovation begrüßt. Doch welcher Politiken in Herkunfts- und Aufnahmeländern bedarf es, um die identifizierten Potentiale zu aktivieren?
 

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Chancen & Widersprüche

Der Migrations-Entwicklungs-Nexus birgt zweifelsohne Chancen für verändertes, innovativeres und inklusiveres Entwicklungshandeln. Gleichzeitig ergeben sich in diesem für viele Institutionen neuen Handlungsfeld Risiken, die es zu identifizieren gilt. Werden im neuen  politischen Handlungsfeld des Migrations-Entwicklungs-Nexus Geschlechterordnungen mitbedacht oder sorgt sie Euphorie des „Migrations-Entwicklungs-Mantras“ für geschlechterblindes Handeln, das Ungleichheiten fortschreibt? Jenseits der vereinfachenden Euphorie gilt es, oft unhinterfragte Annahmen kritisch zu beleuchten – sind Remittances nur positiv zu bewerten? Ist Mexikos Migrations- und Entwicklungspolitik tatsächlich so vorbildlich, wie sie häufig dargestellt wird?

Praxis & Projekte: Erfahrungen im Migrations-Entwicklungs-Nexus

Migration und Entwicklung werden in unterschiedlichen Kontexten seit Jahren zusammengeführt. Die Praxis ist dabei der theoretischen und politischen Debatte voraus: Die dort besprochenen transnationalen Entwicklungsaktivitäten sind bereits seit Jahrzehnten Teil der Lebensrealität von MigrantInnen und Diasporagemeinschaften.

Auch in Deutschland bestehen darüber hinaus bereits erste institutionelle Verbindungen zwischen Diasporaorganistationen und Institutionen der kommunalen Entwicklungszuammenarbeit. Eine Analyse der bestehenden Projekte und Praxen kann daher wichtige Impulse für eine verbesserte Zusammenarbeit aller relevanten AkteurInnen liefern.

Mariamma Awumbila stellt Überlegungen an, wie aus afriknaischer Sicht der "Brain drain" zum "Brain gain" werden kann.
Nadine Sieveking identifiziert in ihrer Untersuchung in NRW die mangelnde Anerkennung als Hemmnis für das entwicklungspolitische Engagement afrikanischer Frauen.
Ulrich Held und Stefan Wilhelmy beleuchten die zu wenig beachteten Innovationen in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit, die neue Kooperationsformen zwischen Diasporaorganisationen und staatlichen Stellen hervorgebracht haben.
Gilberto Rescher hinterfragt die oft als vorbildlich hervorgehobene Politik des Staates Mexiko gegenüber MigrantInnen.
 

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