Dossier Migration & Gesundheit

Dossier Migration & Gesundheit

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Editorial Dossier Migration & Gesundheit

Der gleiche Zugang zur Gesundheitsversorgung ist eine zentrale Frage gesellschaftlicher Inklusion von Minderheiten. Das Dossier analysiert die besonderen Belastungs- und Risikofaktoren für MigrantInnen sowie die Zugangsbarrieren zur Gesundheitsversorgung.

Kalender

11. Sep.22. Dez.
Fotografien von Erik Tesch
Rostock
20. Okt.15. Dez.
(post-)migrantisches Kunst- und Kulturprojekt
Erfurt
25. Okt.17. Jan.
Heinrich Bölls 100. Geburtstag an der Universität zu Köln

Risiken, Bedürfnisse & Gesundheitsversorgung

Gewalt sowie Rassismus sowie gesellschaftliche Ausgrenzung und ungewisser Aufenthaltstatus sind Faktoren, die die körperliche und psychsiche Gesundheit vieler MigrantInnen schädigen.  Dies gilt in besonderem Maße für MigrantInnengruppen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Erkrankung an HIV und AIDS, ihrem ungeklärten rechtlichen Aufenthaltsstatus oder ihrem Alter verstärkter gesellschaftlicher Diskriminierung und Ausgrenzung ausgesetzt sind.

Die Beiträge hier analysieren die Gesundheitssituation dieser besonders benachteilgter MigrantInnengruppen und stellen Anforderungen an das Gesundheitssystem.

Psychische Gesundheit & transkulturelle Psychologie/Psychiatrie

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Im Vergleich zu anderen Ländern, wie Schweden den USA oder England sind transkulturelle psycho-medizinische Ansätze in Deutschland noch unterentwickelt. Aus diesem Grund weist die psychotherapeutische Behandlung von Menschen aus anderen Kulturkreisen noch große Defizite und Versäumnisse auf. Eine bisher nicht gleichwertige und kompetente Versorgung von MigrantInnen stellt die Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie in Deutschland daher vor die Herausforderung, transkulturelle Kompetenzen zu entwickeln und zu fördern.

Gesundheitsförderung & Projekte

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Eine gleichberechtigte und ganzheitliche Gesundheitsversorgung von MigrantInnen erfordert eine interkulturelle Öffnung der Institutionen im Gesundheitswesen. Dazu gehören unabdingbar Dolmetscherdienste sowie die Einstellung von Fachkräften aus anderen Kulturkreisen auf allen Ebenen des Gesundheitswesens, die über die sprachliche Verständigung hinaus auch ein interkulturelles Verständnis ermöglichen.

Internationale Erfahrungen zeigen darüber hinaus, dass auch gruppenspezifische Angebote und Projekte gesundheitlicher Prävention und Aufklärung eine wichtige Rolle bei der Gesundheitsförderung spielen können. Besonders für Kindern und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind solche Angebote, die sie zu einem aktiven und selbstbewussten Umgang mit ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit befähigen, unschätzbar wertvoll für ihre individuelle Lebensgestaltung und gesellschaftliche Partizipation.