Dossier Zuhause in Almanya – Türkisch-deutsche Geschichten & Lebenswelten

DOSSIER ZUHAUSE IN ALMANYA - TÜRKISCH-DEUTSCHE GESCHICHTEN & LEBENSWELTEN

Das Dossier nutzt das Jubiläum des türkisch-deutschen Anwerbeabkommens als Anlass, um Einblick in bekannte und weniger bekannte Aspekte der deutsch-türkischen Einwanderergesellschaft zu gewähren.

1955 unterzeichneten Deutschland und Italien das Anwerbeabkommen und die ersten „GastarbeiterInnen“ aus Italien kamen. SpanierInnen, GriechInnen, PortugiesInnen, JugoslawInnen und vor allem Menschen aus der Türkei folgten..

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Das Dossier nutzt das Jubiläum des türkisch-deutschen Anwerbeabkommens als Anlass, um Einblick in bekannte und weniger bekannte Aspekte der deutsch-türkischen Einwanderergesellschaft zu gewähren.

Konferenz: 50 Jahre Anwerbeabkommen

Beiträge

Meine bis zum Studium problemlose Existenz als selbstverständlicher Teil der deutschen Gesellschaft, die bis dahin weder von meinen Eltern noch von der Schule in Frage gestellt wurde, sollte an der Universität plötzlich eine zu hinterfragende Rolle spielen. 

Ich habe selbst als Tochter von EinwanderInnen aus der Türkei die sogenannte „türkische Community“ als multireligiös, multiethnisch und multikulturell erlebt, dabei auch durchaus politisch interessiert und aktiv - bezogen sowohl auf die Türkei als auch auf Deutschland.

Video

Freitags, Berlin Charlottenburg in einem Veranstaltungsraum einer Grundschule: türkisches Kaffee-Kränzchen. Die Frauen, die sich hier treffen, haben viel zu erzählen. Einst kamen sie als Gastarbeiterinnen nach Berlin, wo sie Jahrzehnte ihres Lebens verbracht haben.

Beiträge

Eigentlich gilt ja das deutsch-türkische Kino mit VertreterInnen wie Fatih Akin oder Yasemin Samdereli als der Prüfstein, an dessen Festivalerfolgen man gerne das Gelingen der Integrationsbemühungen abliest. Doch während dieses Kino sein Publikum überwiegend unter deutschstämmmigen BildungsbürgerInnen findet, hat sich mitten in deutschen Großstädten eine Parallelgesellschaft ganz eigener Couleur formiert.

Die Ausweitung des Medienangebots für Almancis ist nicht nur allgemeiner Effekt der Globalisierung, die Veränderungen der letzten Jahrzehnte sind auch Anzeichen einer fortschreitenden mediengesellschaftlichen Integration.

Die (west)deutschen Ernährungsgewohnheiten haben sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich verändert. Insbesondere ausländische Speisen und Getränke haben zu dieser Transformation beigetragen. Zentrale AkteurInnen dieses Wandels waren nicht allein die Lebensmittelindustrie und die Massenmedien, sondern auch MigrantInnen, vor allem aus den südeuropäischen Ländern. 

Viele türkeistämmige Neu-UnternehmerInnen starten mit großem Elan und scheitern leider, weil sie, anders als viele Deutsche nicht planmäßig und Schritt für Schritt vorgehen. Ansonsten wäre die Zahl der türkeistämmigen Unternehmen noch höher, als sie heute schon ist. Aber es gibt dennoch viele unternehmerische Erfolgsgeschichten, und einige von ihnen werden in diesem Beitrag erzählt.

Beiträge

In Dogan Akhanlis Erzählung scheinen wenig bekannte Facetten der deutsch-türkischen Geschichte auf. Akhanli thematisiert hier das ambivalente Verhältnis linker türkischer Oppositioneller, die aufgrund politischer Verfolgung nach Deutschland migriert sind, zu den ArbeistmigrantInnen.

Mit Beginn der Arbeitsmigration aus Südosteuropa wurde die E 5 für viele Menschen zur wichtigsten Verbindung zwischen dem „Gastland“ und der alten Heimat.

Die Wanderbewegungen aus der Türkei nach Deutschland haben die Musiklandschaft in beiden Ländern extrem bereichert. Heute ist sowohl Musik in Deutschland als auch Musik in der Türkei in ihrer Vielfalt kaum noch überschaubar.

Vom soliden Halbwissen der siebziger Jahre bis zum heutigen Tag ist eine gewisse Sehnsucht zu erkennen, „der Türke“ möge doch woanders hingehen. Und diese Grundhaltung zeigte sich in einem Zyklus von Mülltonnen-Witzen, die zu den ganz frühen Exemplaren von Türkenwitzen zählen.