Sinti und Roma

Nicht definiert

Der Sammelband "Viele Kämpfe und vielleicht einige Siege" versammelt Aufsätze von Autor_innen aus Aktivismus und Selbstorganisierung, Wissen­schaftler_innen, politische Bildner_innen, Künstler_innen, Community-­Arbeiter_innen und politische Kämpfer_innen. Es ist ein Kompendium, das ausgehend vom so gut wie nicht beschriebenen weißen Papier der Geschichte der Rom_nja und deren Verfolgung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Tschechien (in deutscher Sprache) einen Ausgangspunkt setzen möchte. Wir haben uns auf die Suche begeben und Autor_innen gewinnen können, die uns in ihre wissenschaftliche Arbeit, ihren Aktivismus oder ihre Lebensrealitäten Einblick geben. Die lokalen Beiträge haben wir mit Stimmen überregionaler Autor_innen erweitert, um ein breiteres Bild von Rom_nja-Aktivismus aufzuzeigen.

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Jane Schuch formuliert die zentralen Bildungsbedingungen für Sinti und Roma, um den Kreislauf von rassistischer Verfolgung, Ausgrenzung und daraus resultierenden Traumatisierungen zu durchbrechen.

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In dem Chat-Interview schildert Vojta Gina seine ehrenamtliche “Aufklärungs-“ und Bildungsarbeit in Sozialen Netzwerken.

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In dem Gespräch zwischen zwei Generationen, gibt Fatima Hartmann Einblicke in ihre sozialpolitische Arbeit Anfang der 1990er Jahre in Köln. Sie erzählt von den ersten Ausgaben der legendären Zeitung Jekh Chib, den darin enthaltenen feministischen Beiträgen sowie dem von ihr mit organisierten Frauenkongreß. Sie resümiert Parallelen aus den 1980ern und 1990ern zur heutigen Berichterstattung gegen Roma und plädiert engagiert gegen schulische Segregation von Roma-Kindern.

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Matthäus und Joschla Weiß kreisen in ihrem Gespräch um die Anfänge der Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma, berühren Fragen der politischen Partizipation und der Solidarisierung deutscher und migrierter Roma und Sinti. Für beide gibt es nur einen gemeinsamen Weg, um erfolgreich Anerkennung einzufordern.

Mattheus te Joschla Weiß dschan an pengro chrakepen abi Anfang von i Bürgerrechtsbewegung gadschkeni Sinti te Roma. John dikhan pal budschepen prahl i politischi teilhabe, o ketni rickepen gadschkeni te wittemarengri Roma te Sinti. Pal hake duijengi della nur jek ketni gerdo drom, pale diwehl men baxt te di lass maro tschatschepen chralender. 

Deike Wilhelm, Kulturwissenschaftlerin und freie Autorin, gibt in ihrem Beitrag Einblicke in das in Deutschland noch recht junge Phänomen der Literatur von Sinti und Roma und beleuchtet das ästhetische Programm von vier AutorInnen, die in ihrem Bemühen um Differenzierung des stereotypen Bildes vom „reisenden Zigeuner“ neue Wege der Selbstbeschreibung und Neu-Inszenierung ihrer eigenen Geschichte finden.