Stadtentwicklung

Nicht definiert
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Migration bereichert unsere Städte, unsere Politik, Wirtschaft und Kultur. Was aber haben Digitalisierungsprozesse damit zu tun - und wie können sie die Entstehung lebendiger, vielseitiger Städte unterstützen?

Es ist heute allgemein bekannt, dass die Bevölkerung Deutschlands sehr vielfältig ist, unter anderem bezüglich der Herkunftsländer der Menschen und ihrer Migrationsgeschichte. Für Städte gilt dies in besonderem Maß. Mehr als die Hälfte derjenigen mit Migrationshintergrund leben in Deutschland in Städten mit mindestens 50.000 Einwohner_innen.

Der Umgang mit Migrant_innen war eine von vielen Aufgaben, die die städtischen Gesellschaften Ostdeutschlands nach der politischen Wende neu definieren und einüben mussten. In der ehemaligen DDR hatte man keinerlei Instrumente für eine etwaige „Integration“ entworfen, nun begann man, politische Instrumente und planerische Ansätze zu entwickeln und zu erproben, die das Zusammenleben in der Stadt ordnen und gestalten sollten.

Seien es Imaginationen über „Ghettos“ oder „Parallelgesellschaften“, symbolisiert durch Kreuzberg und Neukölln, seien es Bilder der multikulturellen Stadt, festgemacht am Mega-Event „Karneval der Kulturen“ – Berlin bildet seit den 1970er Jahren die Folie für zentrale Diskurse und Politiken, die das thematische Feld „Stadt und Migration“ in der Bundesrepublik bearbeiteten.

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Seit den Anfängen der Stadtforschung wird dem „Fremden“ eine besondere Bedeutung für die Herstellung des Städtischen und des öffentlichen Raumes beigemessen.

Berlin hat ein wertvolles Potenzial, das durch den seit vielen Jahren gepflegten Ghetto-Diskurs und die Debatte über Parallelgesellschaften überdeckt wird.

Die Situation bezüglich Zielesetzung und Umfang der Zuwanderung in den neuen Bundesländern stellt sich aufgrund der unterschiedlichen politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen bis 1989 grundsätzlich anders dar als in den alten Bundesländern.