Medien und Diversity

Medien und Diversity

Dossier Medien und Diversity
28. Aug. 2007 von Andreas Linder und Olga Drossou
Heinrich-Böll-Stiftung
Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: 2007
Seitenzahl: 62
Lizenz: CC-BY-NC-ND 3.0

Seit sich Deutschland als "modernes" Einwanderungsland sieht, wandelt sich die Repräsentation von Menschen mit Migrations- hintergrund auch in den Nachrichten- und Unterhaltungsmedien allmählich zum Besseren. In den meisten Medien kommen MigrantInnen und "andere Deutsche" mittlerweile nicht nur in negativen stereotypen Rollen, sondern auch als "ganz normale" Menschen vor.

Auch in den Redaktionen der Print-, Audiovisuellen und Online Medien arbeiten häufiger als vor wenigen Jahren JournalistInnen mit einem „undeutsch“ klingenden Namen. Allerdings entspricht ihr Anteil noch längst nicht dem migrantischen Bevölkerungsanteil. Wer nicht zu den sozialen Eliten der Gesellschaft gehört, hat immer noch geringe Chancen, in diese weiße und männliche Domäne Zugang zu finden.

Es ist höchste Zeit, dass Diversity Mainstreaming auch in den Medienbereich Einzug findet.

 

Inhaltsverzeichnis:

  • Die Beiträge dieses Dossiers in der Rubrik Medien & Diskriminierung werfen zunächst aus der Sicht der Medieninhaltsforschung einen kritischen Blick auf diskriminierende Strukturen und stereotypisierende Inhalte in den Medien, z.B. beim Thema „Islam“, stellen aber auch positive Entwicklungen und Ansätze vor.
  • In der Rubrik Diversity in Programm & Personal werden wissenschaftliche Studien sowie Praxiskonzepte und Erfahrungen vorgestellt, die zeigen, wie es um die Diversity beim Personal und bei den Inhalten der Medien bestellt ist und mit welchen Konzepten diese Aufgabe in der Zukunft angegangen werden kann.
  • MigrantInnen sind nicht nur KonsumentInnen, sondern auch aktive MacherInnen und NutzerInnern von Medien. In der Rubrik Medienproduktion & Mediennutzung schreiben „Role Models“ über die subtilen Hürden, die sie überwinden mussten, um anzukommen. Der neue „deutsch-türkische“ Film und eine Vielzahl erfolgreicher JournalistInnen und KünstlerInnen stehen für ein gewachsenes Selbstbewusstsein und eigenständige bzw. „hybride“ Ausdrucksformen. Vor allem das Internet wird zu einer Plattform für Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kommunikation und ermöglicht einen transnationalen öffentlichen Raum, den herkömmliche Medien nicht bieten.