Migration & Gesundheit

Migration & Gesundheit

Dossier Migration & Gesundheit
04. Apr. 2009 von Dr. Martha Escalona Zerpa und Olga Drossou
Heinrich-Böll-Stiftung
Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: 2009
Seitenzahl: 68
Lizenz: CC-BY-NC-ND

Die Migrationserfahrung ist für viele MigrantInnen ein einschneidendes Erlebnis und, unabhängig von den Ursachen und der Motivation, einer der prägendsten Lebensabschnitte in ihrer Biografie. Das Verlassen der Heimat und das Ankommen in einer neuen Gesellschaft erfordern oft die Überwindung vorgegebener Barrieren und die emotionale Bewältigung von neuen Herausforderungen. Die Verarbeitung der damit verbundenen Trauer- und Loslöseprozesse verlangt von ihnen viel Kraft und hat entsprechend Einfluss auf ihre körperliche, emotionale und psychische Gesundheit.

Neben der Verarbeitung der Migrationserfahrungen haben weitere Faktoren wie der sozio-ökonomische Status, die ethnisch-kulturellen und geschlechtsspezifischen Einstellungen und Erfahrungen großen Einfluß auf die Gesundheit von MigrantInnen. Denn die Erfahrungen von sozialer Ungleichheit, Ungerechtigkeit, Rassismus und Diskriminierung greifen in den körperlichen und seelischen Nahbereich des Menschen ein und beschränken seine Möglichkeiten zur individuellen Lebensgestaltung und gesellschaftlichen Partizipation.

In diesem Dossier werden die Belastungs- und Risikofaktoren, die die Gesundheit von MigrantInnen beeinflussen sowie die besonderen Bedürfnisse und die Versorgungssituation verschiedener in Deutschland lebender MigrantInnengruppen analysiert. Besonderer Schwerpunkt wird auf das Selbstverständnis der trans- bzw. interkulturellen Psychiatrie und Psychologie gelegt, die in der Versorgung psychisch Kranker aus anderen Kulturkreisen ihre besondere Herausforderung sieht. Schließlich werden Projekte der Gesundheitsförderung und -prävention für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis:

In diesem Dossier werden die Belastungs- und Risikofaktoren, die die Gesundheit von MigrantInnen beeinflussen sowie die besonderen Bedürfnisse und die Versorgungssituation verschiedener in Deutschland lebender MigrantInnengruppen analysiert. Besonderer Schwerpunkt wird auf das Selbstverständnis der trans- bzw. interkulturellen Psychiatrie und Psychologie gelegt, die in der Versorgung psychisch Kranker aus anderen Kulturkreisen ihre besondere Herausforderung sieht. Schließlich werden Projekte der Gesundheitsförderung und -prävention für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund vorgestellt.

  • Risiken, Bedürfnisse & Gesundheitsversorgung
  • Psychische Gesundheit & transkulturelle Psychologie/Psychiatrie
  • Gesundheitsförderung & Projekt