Fair mieten - Fair wohnen? Livestream zum internationalen Fachdialog

Fair mieten - Fair wohnen? Livestream zum internationalen Fachdialog

In Kooperation mit der Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt - "Fair mieten - Fair wohnen" lud die Heinrich-Böll-Stiftung zu einem internationalen Fachdialog ein, bei dem Expert*innen über die rechtlichen Rahmenbedingungen fairer Vermietungspraktiken mit antidiskriminierungspolitischer Ausrichtung diskutierten.

Logo der Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung gefördert und von der Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) fachlich begleitet, hat die „Fair mieten – Fair wohnen. Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt“ Anfang Juli 2017 ihre Arbeit aufgenommen. Mit der Einrichtung der Fachstelle, deren Trägerschaft das Büro UrbanPlus und der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg haben, wurde der Aufbau eines Interventionssystems gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt in Berlin eingeleitet. Die Fachstelle unterstützt beratende Organisationen und entsprechende Initiativen der Antidiskriminierungsarbeit bei ihrer Arbeit gegen Diskriminierung im Wohnungswesen. Sie unterstützt dabei praktisch durch Beratung und Begleitung die unmittelbar betroffenen Personen und hat darüber hinaus zum Ziel durch Sensibilisierung, Öffentlichkeitsarbeit, Kooperation und Vernetzung eine neue Kultur des Vermietens zu fördern, die alle Personen in Ihrer Vielfalt berücksichtigt und respektiert.

Mehr über die Strategie, Arbeitsfelder und Angebote der Fachstelle erfahren Sie hier.

In der öffentlichen Abendveranstaltung beleuchteten Vorträge gute Praxisbeispiele im internationalen Vergleich:

Für den deutschen Kontext präsentierte Jurist Dr. Alexander Tischbirek die Potentiale und Grenzen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes im Bereich Wohnen. Vincent Tong von der kanadischen Wohnungsbaugesellschaft Toronto Community Housing gab Beispiele für die Gewährleistung eines diskriminierungsfreien Zugangs zu Wohnraum in Toronto. Morgan Williams von der US-amerikanischen National Fair Housing Alliance referierte zur Bedeutsamkeit des Fair Housing Act, welcher Grundlage des umfassenden Rechtsschutzes vor Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt in den USA ist. Schließlich zeigte das Leitmodell des Ombudsbüros in Stockholm wichtige Handlungsbedarfe der Antidiskriminierungsarbeit im Handlungsfeld Wohnen für den schwedischen Kontext auf.

In einer abschließenden, politischen Talkrunde stellte sich die Frage: Inwiefern lassen sich diese best-practice-Beispiele für den deutschen Kontext umsetzen? Und wie kann - unter der Einbindung vielfältiger relevanter Akteur*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wohnungswirtschaft - ein Leitbild “Berlin vermietet fair” für die deutsche Hauptstadt entwickelt werden?

Diese Debatten sowie einen politischen Satire-Beitrag von Idil Baydar können Sie im Livestream verfolgen:

 

Die Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung wird gefördert und begleitet durch:

Bildnachweise
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