Antidiskriminierung

Aktuelles zum Thema

Stipendiat_innen der Heinrich-Böll-Stiftung haben ein Magazin veröffentlicht, das sich kritisch-kreativ mit Rassismus, Klassismus, Sexismus und Intersektionalität auseinandersetzt. Mit zahlreichen Materialen zum Download.

In der Online-Datenbank Vielfaltfinder können sich ausgewiesene Fachleute aller Wissensgebiete sowie Protagonist_innen mit Migrationsgeschichte/People of Color registrieren und ihr individuelles Profil gestalten und erweitern.

Demonstration zum NSU Prozess München-8

Lena Kampf berichtet vom NSU-Prozess in München und zieht Bilanz über den bisherigen Fortschritt der Ermittlungen und den Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses.

Freedom of Speech
von

Julia Brilling über Sinn und Unsinn von Political Correctness im Kontext von Rassismus und Sprache.

von

Wie kann eine anti-rassistische Praxis aussehen, die Rassifizierungserfahrungen und Weiße Privilegien reflektiert? Kien Nghi Ha kritisiert sowohl die schematische Auslegung von People of Color-Politiken als auch die generelle Abrechnung mit dem Critical Whiteness-Ansatz. Stattdessen plädiert er für einen Mittelweg.

 

20 Jahre nach dem Pogrom' am 25.08.2012 in Rostock-Lichtenhagen
von

Die Logik der politischen und medialen Ökonomie bringt es mit sich, dass Rostock-Lichtenhagen alle zehn Jahre aus der kollektiven Versenkung der deutschen Geschichte auftaucht, um nach dieser Pflichtübung für die nächsten Jahre wieder in die Vergessenheit abzutauchen.

Antidiskriminierung

Auf vielen Ebenen, von der Politik über die Rechtsprechung bis zu zivilgesellschaftlichen Initiativen in den unterschiedlichsten Institutionen, werden Diskriminierung und Rassismus als Probleme erkannt und bekämpft. Antidiskriminierungsprojekte zeigen wie Widerstand, Empowerment und Antidiskriminierungspolitik in der Praxis aussehen kann.

Kommission

Auf der konstituierenden Sitzung der Kommission im Herbst 2015.. Urheber: Stephan Röhl. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die Fachkommission: Flüchtlings- und Einwanderungspolitik der Heinrich-Böll-Stiftung wird in den kommenden zwei Jahren Perspektiven für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Flüchtlings- und Einwanderungspolitik erarbeiten.

Veranstaltungen

Aug 26
Filmreihe vom 22. Juli bis 9. September 2017
Lieberose
Aug 29
Lesung in der Reihe: book:look - das politische Sachbuch
Hannover
Aug 31
Lesung und Gespräch mit Markus Nierth
Gera
Sep 02
Eine Einführung
Wittstock/Dosse
Sep 02
Filmreihe vom 22. Juli bis 9. September 2017
Lieberose
Sep 05
Fluchtgrund: Sexuelle Orientierung
Luckenwalde

Dossier

Das Dossier stellt Essays, Interviews und Filme vor, die das Empowerment von Menschen fokussieren, die aufgrund von rassistischen Strukturen marginalisiert werden. Es betrachtet verschiedene individuelle und strukturelle Ansätze des Empowerments.

All rights reserved.

Das Dossier untersucht die Mechanismen und Argumentationsmuster von ethnischer Diskriminierung und spürt den „modernen“ Rassismus im Alltag auf.

Anhören!

Ein Gespräch über Empowerment mit Sofia Hamaz und Mutlu Ergün-Hamaz. 

"Goodbye, Jonny" - ein Polylog für Jonny K.

Ein Polylog zwischen Marianna Salzmann, Kien Nghi Ha und Mutlu Ergün-Hamaz featuring Moona Moon.

sie werden dir ein mahnmal bauen
da bin ich mir sicher
denn jetzt bist du nicht mehr gefährlich, sondern nützlich
endlich, armer jonny, jetzt bist du da,
wo du nie hin wolltest
es war nicht dein schicksal, verdammtes karma koma
du bist gemacht wie wir alle
wie die täter, die ihr spiegelbild zerschlugen
weil sie sich selbst nicht ertrugen

bitte jonny, sage mir deine wahrheit
wahr ist aber, die wahrheit starb mit dir

Auszug aus dem Text "Goodbye, Jonny"

mehr
von

Die Moderatorin und Soziologin Dr. Nkechi Madubuko hat ein Buch darüber geschrieben, wie Eltern Kinder mit Migrationsgeschichte auf Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung vorbereiten können. In einem Essay stellt sie die wichtigsten Konzepte von "Empowerment als Erziehungsaufgabe" vor.

Beiträge

von

2001 erklärte die dritte UN-Weltkonferenz gegen Rassismus im südafrikanischen Durban die Sklaverei zum Verbrechen gegen die Menschlichkeit und sah den europäischen Sklavenhandel und Kolonialismus als historische Basis von Rassismus.

Realität der Diskriminierung in Deutschland

Markus Schlaab stellt Ergebnisse des empirisch angelegten Forschungsprojekts über Vermutungen und Fakten der ethnisch motivierten Diskriminierung in den wichtigsten gesellschaftlichen Bereichen vor.

Demonstration zum NSU Prozess München-8

Lena Kampf berichtet vom NSU-Prozess in München und zieht Bilanz über den bisherigen Fortschritt der Ermittlungen und den Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses.

20 Jahre nach dem Pogrom' am 25.08.2012 in Rostock-Lichtenhagen
von

Die Logik der politischen und medialen Ökonomie bringt es mit sich, dass Rostock-Lichtenhagen alle zehn Jahre aus der kollektiven Versenkung der deutschen Geschichte auftaucht, um nach dieser Pflichtübung für die nächsten Jahre wieder in die Vergessenheit abzutauchen.

Am 13. Juli sind Tupoka Ogette und Stephen Lawson in der Heinrich-Böll-Stiftung zu Gast und laden in einer interaktiven Lesung die Anwesenden ein, eine aktive Rolle in der Auseinandersetzung mit Rassismus einzunehmen.

Das Dossier untersucht die Mechanismen und Argumentationsmuster von ethnischer Diskriminierung und spürt den „modernen“ Rassismus im Alltag auf.

Christine Lüders

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes Christine Lüders erklärt die Schwerpunkte der angekündigten "Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft.

Anti-Rassismus Demonstration in Berlin

Elena Brandalise stellt den Berliner Landesaktionsplan gegen Rassismus und ethnische Diskriminierung des Migrationsrats Berlin-Brandenburg dar.

Vera Egenberger vom Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung erläutert, wie durch strategische Klageführungen eine fortschrittliche Rechtsinterpretation und -fortbildung des AGG erzielt werden können.

Versteckte Diskriminierung

Die MitarbeiterInnen des Antidiskriminierungsnetzwerks Berlin Nuran Yiğit, Eva Maria Andra Vazquez und Serdar Yazar stellen das Testing-Verfahren als Ansatz in der Antidiskriminierungsarbeit vor, mit deren Hilfe verwertbare Beweise bei Gerichtsverfahren gesammelt werden können.

Fussballstadion Leipzig

Ulrike Fabich und Adam Bednarsky haben für ihre Studie Interviews mit Leipziger Fußballfans geführt, die belegen, dass Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Sexismus immer noch Normalität innerhalb und außerhalb von Fußballstadien sind.

Plakat "Freie Bildung für alle"

Christine Baur forscht zu den Folgen der ethnischen und sozialen Segregation und diskriminierenden Mechanismen in den Bildungsinstitutionen, die zu der gravierenden Bildungsbenachteiligung von Migrantenkindern beitragen.

Rassismus und Diskriminierung

Der folgende Artikel stellt Ausschnitte aus einem Uniprojekt vor, bei dem der Autor ein »verstehendes Interview« (nach Bourdieu) über Erfahrungen mit der deutschen Asylpolitik und dem »alltäglichen Rassismus« hierzulande geführt hat.

Am 01. März 2010 fand in Frankreich und Italien ein Streik statt, der von vielen Medien mit keinem Wort erwähnt wurde. Organisationen von MigrantInnen hatten unter dem Motto „Tag ohne uns“ zu einem Streik aufgerufen, dem sich über 40.000 Menschen angeschlossen hatten.

Die Europäische Union weist Theorien, mit denen versucht wird, die Existenz verschiedener menschlicher Rassen zu belegen, zurück.

Das AntiDiskriminierungsBüro (ADB) Köln in der Trägerschaft des Vereins „Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. (ÖgG)“ (kurz ADB Köln/ÖgG) ist ein auf kommunaler und regionaler Ebene tätiges unabhängiges Antidiskriminierungsbüro.

Antimuslimischer Rassismus

von

Wer die Gesellschaft spalten will, erzählt vom „integrationsunwilligen Islam“. Ozan Keskinkilic geht der Frage nach, welche Erkenntnisse aus der Antisemitismusforschung für eine Kritik dieses antimuslimischen Rassismus hilfreich sein könnten.

Wer etwas nicht wahrhaben will, obwohl es auf der Hand liegt, hat dafür stets Gründe, aber nie gute. Die einen lügen sich die Dinge zurecht aus Ignoranz, die anderen aus Dummheit, viele aus Bequemlichkeit und nicht wenige mit böser Absicht.

Antisemitismus

Der Antisemitismus gehört nicht nur in Deutschland zu den stabilsten und resistentesten Vorurteilen. Er bedient Mythen und gebiert Mythen, die in Einstellungen und Meinungen sichtbar werden.

Richtig deutsch lernen sollten sie, sich sittlich benehmen und vor allem nicht auffallen in der Mehrheitsgesellschaft – die Juden im ausgehenden 19. Jahrhundert.

Meinungs- und Pressefreiheit sind hohe Güter und für eine verantwortungsbewusste Demokratie unerlässlich. Darum mutet es einschränkend an, wenn die Ergänzungsrichtlinie des Presserates 12.1 die Erwähnung von bestimmten Merkmalen einer Person ausdrücklich als „nicht erwähnenswert“ deklariert.

Antidiskriminierung in der Praxis

All rights reserved.

Im AGG werden sie schlicht "Positive Maßnahmen" genannt. Geläufiger sind dafür die Begriffe Affirmative oder Positive Action. Das Dossier analysiert die rechtlichen und politischen Grundlagen Positiver Maßnahmen und zeigt an Beispielen ihre Potentiale.

von

Annemie Burkhardt, Koordinatorin von „Berlin braucht dich!“, Eren Ünsal, Leiterin der Berliner Antidiskriminierungsstelle und die Schauspielerin Lara-Sophie Milagro über strukturelle Diskriminierung im Kulturbetrieb und die interkulturelle Öffnung der Berliner Verwaltung.

Seit den 1990er Jahren sammeln Antidiskriminierungsbüros Erfahrung und Wissen in der Beratung von Betroffenen von Diskriminierung. Seit 3 Jahren wird ihre Arbeit auch durch die Existenz eines einklagbaren Gleichbehandlungsanspruchs im Arbeits- und Zivilrecht durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) unterstützt.

Zu den zentralen gesellschaftspolitischen Zielsetzungen des Berliner Senats gehört es, Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung durchzusetzen.

Es geht im Folgenden um Antidiskriminierungs- und Gleichstellungspolitik, das Verhältnis beider Teile zueinander und um deren Verbindlichkeit.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz - AGG

Viel Zustimmung, aber auch harsche Kritik fand die Umsetzung der EU-Antidiskriminierungsrichtlinien in nationales Recht. Der rot-grüne Gesetzentwurf wurde schließlich von der großen Koalition – mit Abstrichen – übernommen und trat im August 2006 als „Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz“ (AGG) in Kraft.

Dossier

Das AGG ist seit August 2006 in Kraft. Nun muss es den Praxistest bestehen. Ein Dossier über Theorie und Praxis des AGG.

Beiträge

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Wer allerdings bei einer Diskriminierung am Arbeitsplatz nach diesem Grundsatz handelt, macht manchmal schlechte Erfahrungen.

Carsten Keller, Ingrid Tucci und Ariane Jossin erläutern die Besonderheiten der französischen Antidiskriminierungspolitik und beleuchten die Erfolge und Defizite durchgeführten Maßnahmen insbesondere im Bereich der Bildung und Stadtentwicklung.

Am 18. August 2006 ist das erste eigenständige Antidiskriminierungsgesetz der Bundesrepublik, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), in Kraft getreten. Kaum ein Gesetzesprojekt war in diesem Jahrzehnt so umstritten wie das AGG.

Das AGG hat die Rechte der von Diskriminierung Betroffenen bedeutend ausgeweitet und so die Möglichkeit geschaffen, sich gegen die erlebte Diskriminierung rechtlich zur Wehr zu setzen und Ansprüche geltend machen zu können.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) trat in Deutschland am 14. August 2006 in Kraft. Vorausgegangene Entwürfe für ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz waren immer wieder an fehlenden politischen Mehrheiten gescheitert.

Antidiskriminierungsrecht hat in der Europäischen Gemeinschaft nicht nur eine lange Tradition sondern gehört auch zu den Grundpfeilern des Gemeinschaftsrechts.

Beiträge

Am 31.1.2008 erhielt die Bundesregierung ein zweites Mal Post von der EU-Kommission, in der diese eine weitere mangelhafte Umsetzung einer europäischen Antidiskriminierungsrichtlinie ins deutsche Recht rügt.

Ende November 2007 wurde bekannt, dass die EU-Kommission ein förmliches Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen der mangelhaften Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinien durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eingeleitet hat.

2007 ist von der EU-Kommission zum „Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle“ ausgerufen worden. Vielleicht wird deshalb heute vermehrt über dieses Thema gesprochen.

Die Schwulen in den alten Bundesländern haben seit Ende der 70er Jahre immer wieder den Erlass eines Antidiskriminierungsgesetzes gefordert. Das AGG entspricht zwar nicht in allen Punkten unseren Wünschen, aber wir sind mit ihm einen großen Schritt vorangekommen.

Interview mit Banu Bambal zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

Das Gesetz ist Ausdruck des politischen Willens, für das gesellschaftliche Ziel der Gleichbehandlung einzutreten.

Die Verfassungstraditionen der Mitgliedsstaaten zu Grund- und Menschenrechten bilden die Grundlage für das europäische Gleichbehandlungsrecht.

Publikationen

Diskriminierungsklagen haben nur selten Signalwirkung, einen lückenlosen Schutz vor Diskriminierung kann das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) auch zehn Jahre nach seiner Verabschiedung nicht bieten. Unser Themendossier fragt nach Ursachen und benennt Lösungen.

Cover Report "Racism and Discrimination in Greece today"

The revival of racism and its propagandists is a clear indication that in the democratic societies of Europe, the reasons giving rise and reproducing it, have not ceased to exist. Quite the opposite, in fact. This report aims at contributing in making racism and its spreading understood better by the wider public, under the circumstances of this multifaceted crisis that has stricken Greek society.

Plakat "Intersektionalität ist ..."

Plakat "Intersektionalität ist ..." aus dem RCG-Magazin zu Intersektionalität zum Download.

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