Dossier Herkunft als Schicksal? Hürdenlauf zur Inklusion

Dossier Herkunft als Schicksal? Hürdenlauf zur Inklusion

Strichfigur die Weltkugel einen Hügel hinaufschiebtHürdenlauf zur Inklusion. Foto: Johannes Leidenberger. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.
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Herkunft als Barriere

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Immigranten, Menschen mit Migrationshintergrund, Ausländer, Neu-Deutsche oder einfach alles Quatsch? Unserer Gesellschaft scheint es wichtig zu sein, Deutsch-Deutsche von Nicht-Deutsch-Deutschen zu unterscheiden. Ist es denn überhaupt so wichtig? Wenn ja, wie sollte diese Unterscheidung erfolgen? Klar ist, dass Pauschalisierungen und Generalisierungen wie die von Thilo Sarrazin in seinem viel diskutierten Interview in der Kulturzeitschrift Lettre International nichts zur demokratischen und friedlichen Lösung von Problemen beitragen. Sie generalisieren und stigmatisieren.

Die AutorInnen dieser Rubrik sind sich dessen bewusst, weshalb sie nach Ursachen, aber auch nach Lösungen für einen anderen Umgang miteinander suchen. Warum wirken die Stereotype über „Ausländer“ so stark und was sollte in der Zukunft verändert werden? Und sehr wichtig: Welche Auswirkungen haben solche Debatten auf die Betroffenen selber? Muss denn Herkunft Schicksal sein?

Bildung als Hürdenlauf

„Man musste sich durchbeißen“

Katharina Ditte spricht in einem Interview mit Engin Sakal, einem erfolgreichen Unternehmer, über seinen Bildungsweg und die Chancen von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland. Seine Botschaft lautet: „Man muss sich durchbeißen!“


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Bildung ist der Schlüssel zum Aufstieg, lautet das Kredo dieser Rubrik. Eine Feststellung, die überall auf große Zustimmung trifft, allerdings nicht konsequent in politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen durchgesetzt wird. Bildung kann tatsächlich der Schlüssel zur Inklusion einer großen Zahl von Menschen mit Migrationshintergrund sein; sie kann allerdings auch als Waffe der weißen, männlichen Ober- und Mittelschicht zur Bewahrung der hegemonialen Stellung dienen. Das typische Gymnasium und die ideale Universität, wie sie heute in vielen Köpfen gedacht werden, bilden die Elite aus und müssen gegenüber Vielfalt verteidigt werden. Wie trotz dieser großen Hürden das Bildungswesen in Deutschland bunter wurde und werden wird?

(Kurz-)Geschichte eines Wiedersehens

Die  Erzählung von Shida Bazyar handelt von den enttäuschten Rückkehrträumen einer jungen iranischen Frau und von ihren Anstrengungen, ihr neues Leben in Deutschland zwischen Familie, Studium und später Beruf zu bewältigen.

Hürden über Hürden

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In dieser Rubrik wollen die AutorInnen Einzelschicksale und Lebensläufe aufzeigen, die die schwierige Ausgangslage für viele dazu gezogene und einheimische Menschen mit Zuwanderungsgeschichte illustrieren. Menschen, die überall auf Hürden stoßen: im Alltag, zwischen Bürokratiemühlen, in den Strukturen. Oft resignieren die Betroffenen vor dieser Wettbewerbsverzerrung gegenüber den „InländerInnen“, manchmal rebellieren sie gegen diese Ungerechtigkeit, nicht selten zu ihrem eigenen Nachteil. Aber genauso oft gehen sie mit solchen Situationen konstruktiv um. Sie geben nicht nach, kämpfen bis zum Ziel und schlagen im wahrsten Sinne ihr Kapital daraus:

Erfolgreiche FußstapferInnen

Yue Zhang zeichnet in ihrem Mehrfachinterview die Fußstapfen junger, erfolgreicher MigrantInnen nach und kommt zu einer eindeutigen Schlussfolgerung: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Lebensgeschichte eines Hürdenläufers

Ludmilla Khodai erzählt die Geschichte, oder besser gesagt: Odyssee, eines "Hürdenläufers", des iranischen Flüchtlings Fahrad, der als Minderjähriger in Deutschland landete und sich hier durch- und hochkämpfen musste.

Von der Duldung zur Staatsbürgerschaft

Die immensen Hürden, die Flüchtlinge in diesem Land überwinden müssen, wenn sie den Weg bis zu einem Studium finden wollen, thematisiert Filiz Keküllüoglu in ihrem Portrait einer jungen bosnischen Flüchtlingsfrau.


Umweltbildung von und für MigrantInnen

Dana de la Fontaine diskutiert mit Turgut Altug über Vorurteile, die MigrantInnen als UmweltverschmutzerInnen brandmarken und wie Umwelt Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen verbinden kann.

Der Hürdenläufer

Marsida Lluca spricht in ihrem Audiobeitrag mit Fabio, der als Jugendlicher aus Kolumbien nach Deutschland gekommen ist, über seine gescheiterten Anläufe, das Abitur zu erreichen und seine ungewisse Zukunftsperpektiven.

Vom Suchen und Finden der Heimat

Raffaele Nostitz erzählt von seiner eigenen Geschichte: Zwischen zwei Welten, zwischen zwei Identitäten, zwischen zwei Gesellschaften. Beide Seiten akzeptieren ihn nicht als vollwertiges Mitglied, dennoch findet er seinen Platz.