Über das Dossier „Welcome to Germany I“ – Fachkräftemigration und Willkommenskultur

"Welcome to Germany!". Urheber: Jeromyu. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Seit einigen Jahren wirbt Deutschland gezielt um Fachkräfte aus dem Ausland. Zu diesem Zweck wurden mit der Zeit auch rechtliche Regelungen vereinfacht. Gleichzeitig steht ein neues Motto hoch im Kurs: „Willkommenskultur“. Modellprojekte, Websites, Welcome Center in Städten und solche an Universitäten entstehen.

Nicht nur die Debatten um die angebliche „Armutsmigration“ zeigen, wie weit der Weg zu einer echten Willkommenskultur für Menschen, die in Deutschland arbeiten und leben wollen, noch ist. Unter den aus Rumänien und Bulgarien Zugewanderten ist ein großer Teil erwerbstätig, darunter auch viele Fachkräfte, darauf weist der „Mediendienst Integration“ gemeinsam mit Wissenschaftler_innen hin. Auch wenn die Zahlen und Fakten eine andere Sprache sprechen, wird immer noch das Bild gepflegt, Deutschland profitiere nicht von Migration, sondern „zahle nur drauf“.

Gleichzeitig werden Migrant_innen auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach wie vor in vielen Bereichen diskriminiert. Schlechterer Zugang zu Bildung, Ausbildung und Arbeit auf der einen, Benachteiligung bei Bewerbungsverfahren und in Arbeitsverhältnissen auf der anderen Seite gehören zum Alltag – auch für jene, die schon lange da sind oder in Deutschland geboren wurden.

Das Dossier betrachtet zunächst aus wissenschaftlicher Perspektive Diskurse zu Willkommenskultur und Migration nach Deutschland, speziell auch aus anderen EU-Ländern. Es stellt dann das aktuelle grüne Konzept zur Fachkräftemigration vor. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge skizziert seinen Ansatz für eine „Willkommens- und Anerkennungskultur“. Und der Sachverständigenrat für Migration und Integration schätzt den aktuellen Stand der rechtlichen Neuerungen im Zuwanderungsrecht ein.

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