Dossier: Vorurteilsbewusste Kinderliteratur jenseits hegemonialer Weltbilder

Dossier "Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt!" Vorurteilsbewusste Kinderliteratur jenseits hegemonialer Weltbilder

Grafik von Anneke Gerloff
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Die Debatte um Otfried Preußlers "Kleine Hexe" im vergangenen Jahr hat das Thema Vorurteile und Rassismus in der Kinderliteratur ins öffentliche Interesse gerückt. Unser Dossier zeigt, dass es heute eine bunte Vielfalt neuer und progressiver Kinder- und Jugendliteratur gibt, die ganz ohne rassistische Sprache und koloniale Bildwelten auskommt. Wir präsentieren eine Auswahl dieser emanzipativen Literatur und liefern Beiträge aus theoretischer Perspektive sowie praktische Tipps zum Umgang mit Diversität im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur.

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Überkommene Klischees und diskriminierende Sprache in Kinderbüchern aus historischer Verantwortung streichen oder sie im Original erhalten, um ihren ursprünglichen Charakter zu bewahren? Die internationale Literaturdebatte verläuft ähnlich, doch unterscheidet sie sich im Detail und dem Stand der geschichtlichen Aufarbeitung des jeweiligen Landes.

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Welche Stereotypen und Machtverhältnisse in dem Kinderbuchklassiker „Pippi Langstrumpf“ vermittelt werden und welche diskriminierenden Denkstrukturen damit weiter transportiert werden, legt Olenka Bordo in ihrem Beitrag dar. 

VERWANDTE DOSSIERS

Der demografische Wandel bringt es mit sich, dass auch die Anforderungen an frühkindliche Bildungseinrichtungen steigen. Das Dossier stellt Analysen und Konzepte für eine auf Inklusion und Diversität ausgerichtete frühkindliche Bildung vor.

Das Dossier stellt Essays, Interviews und Filme vor, die das Empowerment von Menschen fokussieren, die aufgrund von rassistischen Strukturen marginalisiert werden. Es betrachtet verschiedene individuelle und strukturelle Ansätze des Empowerments.

Kinderbuchempfehlungen von Maisha Maureen Eggers & Tupoka Ogette

Grafik von Anneke Gerloff
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Die Empowerment- und Awareness-Trainerin Tupoka Ogette erläutert, welche zentrale Rolle empowernde Kinderliteratur in der vorurteilsbewussten und interkulturellen Bildungsarbeit spielt.

IM GESPRÄCH

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Wie wichtig im Kindesalter positive Identifikationsmomente auf literarischer und visueller Ebene für die Persönlichkeitsentwicklung und das Selbstwertgefühl sind, erklärt Prof. Maisha Eggers in einem dreiteiligen Interview. Den zweiten und dritten Teil finden Sie auf der folgenden Seite.

IM GESPRÄCH

Kinderbücher und Empowerment: Welche Rolle spielt vorurteilsbewusste Literatur in der Bildungspraxis? Die Empowerment- und Awareness-Trainerin Tupoka Ogette gibt Antworten.

Kinderbücher in intersektionaler Praxis

Buchcover „My Princess Boy“ von Cheryl Kilodavis and Suzanne DeSimone
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Gladt e.V. hat eine Liste von Kinderbüchern zusammengestellt, die diversitäre Lebenswirklichkeiten und -entwürfe positiv illustriert. Tuğba Tanyılmaz und Bella Hager stellen die Überlegungen und die Perspektiven der Intersektionalen Pädagogik vor, die in die Auswahl der Liste eingeflossen sind und geben Literaturtipps.

Grafik von Tanja Abou
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Die Autorin Tanja Abou zeichnet in ihren Büchern nicht-normative Lebensrealitäten. In ihrem Beitrag wird die Bedeutung von Bildern in Kinderbüchern erörtert, die über die sprachliche Ebene hinaus wesentliche Träger für Identifikation, aber auch Abgrenzung sind. 

Empowerment durch Lesen: Kinder stellen ihre Lieblingsbücher vor