
Im Kontext von Migration ist es unvermeidlich Kunstprozesse mit postkolonialen Perspektiven auf die westliche Moderne und die Globalisierung zu verknüpfen. Verhandlungen von Identitäten und Differenz sind oftmals im Fokus vieler Kunstschaffender. Die globale Kunstszene scheint dabei besonders die Grenzgängerinnen und Grenzgänger zwischen verschiedenen Kontinenten und Kontexten zu inspirieren. Viele dieser Arbeiten beschäftigen sich daher mit Themen wie Migration, Heimat, Exil und Diaspora, Flucht und Zugehörigkeit. In der künstlerisch verarbeiteten Erfahrung von Migration in den vielfältigen kulturellen Beziehungen entstehen im Zwischenraum – im Transit zwischen dem Hier im Jetzt (dem Aufenthaltsort im historischen Kontext) und dem Dort der Herkunft - neue kulturelle Mischformen aus Erinnerungskultur und Zukunftsperspektiven, hybride Identitäten und neue gesellschaftliche Praxen. Im Zeitalter der Globalisierung und transnationaler Migrationsprozesse verarbeiten und gestalten die Kulturproduzenten aller Art aktiv ihre Lebenswelt und verändern sie dadurch. Die hier versammelten Texte zeichnen die Verbindungslinien zwischen Politik und künstlerischen Produktionen, aus der Literatur, dem Theater, bildender Kunst, Film und anderen künstlerischen Ausdrucksformen.