migrantas - eine visuelle Sprache der Migration

Migrantas arbeitet mit den Themen Migration, Identität und interkultureller Dialog. Ihre Projekte bedienen sich der Werkzeuge der Kunst, des Designs und der Sozialwissenschaften, um die Lebensumstände von Migrantinnen in Deutschland zu reflektieren und dies vor dem Hintergrund eigener Migrationerfahrungen.

Mobilität, Migration und Transkulturalität sind in unserer Welt keine Ausnahme, sondern werden zunehmend zur Regel. Trotzdem sind Migrantinnen und ihre Erfahrungen für den Rest der Gesellschaft oft unsichtbar. Im Stadtraum sichtbar zu machen, was diejenigen denken und fühlen, die ihr eigenes Land verlassen haben und nun in einem neuen Land leben, ist das Ziel von migrantas.

Jede Projektarbeit gestaltet sich in einem Prozess über mehrere Monate. Zunächst knüpft migrantas Kontakte mit Begegnungsstätten, Bildungseinrichtungen, Initiativen, sozialen und kulturellen Einrichtungen und lädt Migrantinnen zur Beteiligung ein. In ihren vertrauten Treffpunkten werden Workshops durchgeführt. Im Austausch über die gemeinsamen Erfahrungen der Migration skizzieren die Teilnehmerinnen einfache Zeichnungen über ihre Gefühle und ihre Alltagserfahrungen.

Migrantas entwickelt aus Schlüsselelementen dieser Zeichnungen eine Serie von grafisch-künstlerischen Piktogrammen, um sie in urbanen Aktionen in die Stadt, in die Öffentlichkeit zu tragen. Zugleich wird jedes Projekt von einer Ausstellung begleitet.

Sie stellt nicht nur den öffentlichwirksamen Auftakt für Plakat- oder Postkartenaktionen her, sondern bietet allen teilnehmenden Migrantinnen ein Forum für Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Von der Erfahrung zum Piktogramm
 



Migrantas im öffentlichen Raum



Weitere Informationen zum Projekt auf der Website von migrantas

 

Das Kollektiv migrantas: Marula Di Como (Künstlerin), Irma Leinauer (Planerin), Estela Schindel (Soziologin), Alejandra López (Journalistin), Florencia Young (Grafik-Designerin).

 

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