Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Griechenland
Konferenz in Thessaloniki, Griechenland 07. - 08. März 2013
>> Tagungsbericht von Dr. Jutta Lauth Bacas
Konferenz: Asyl und Migration - Heinrich-Böll-Stiftung
Direkt auf YouTube ansehenEuropa steht heute vor großen Herausforderungen und Spannungen in den sensiblen Feldern der Asyl- und Migrationspolitik. Aus vielen Regionen der Erde, besonders aus dem Mittleren Osten und aus Afrika, versuchen mehr Menschen denn je vor politischer Gewalt, Unterdrückung, Mangel an wirtschaftlichen Perspektiven sowie den Folgen der Umweltkatastrophen zu fliehen und suchen Schutz in Europa. Doch bis heute fehlt es an einem tragfähigen gesellschaftlichen und politischen Konsens, wer Anspruch auf Schutz und Asyl hat. Die gegenwärtige europäische Migrations- und Flüchtlingspolitik ist widersprüchlich und ineffektiv, weil sie von überholten Annahmen ausgeht, die keine Lösungen auf die veränderten globalen Bedingungen und Probleme geben kann.
In der griechischen Politik und Gesellschaft gilt „Migration“ vorwiegend als Problem. Dabei werden die Chancen für sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt durch die Einwanderung außer Acht gelassen. Die Umsetzung der Asylgesetze von 2011 bleibt problematisch, während die Lebenslage der Flüchtlinge angesichts des Zusammenbruchs des sozialen Netzes in der aktuellen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Krise und wegen der ansteigenden rassistischen Gewalt katastrophal ist.
Die Einlösung der Verpflichtung der europäischen Staaten, Flüchtlingen Schutz und Sicherheit zu gewähren, erfordert dringend eine öffentliche Debatte über eine Neuausrichtung der Asyl- und Migrationspolitik auf europäischer Ebene und in den Mitgliedsstaaten. In diesem Sinne will diese Konferenz einen Beitrag zu einem neuen Verständnis der Asyl- und Migrationspolitik in Griechenland leisten, in dem der Schutz der Menschen auf der Grundlage der humanitären und menschenrechtlichen Standards im Vordergrund steht. Hierzu laden wir griechische und europäische, nationale und kommunale Träger und Institutionen ein, sowie Organisationen der Zivilgesellschaft und Selbstorganisationen der Betroffenen, die wertvolle humanitäre Arbeit leisten und ihre Erfahrungen und Engagement einbringen.
Die Konferenz wird organisiert von:
- Griechischer Flüchtlingsrat
- Heinrich- Böll-Stiftung Griechenland
- Goethe-Institut Thessaloniki
- Symviosi
- Evangelische Kirche Deutscher Sprache Thessaloniki
- Antigone
in Zusammenarbeit mit
- dem Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) in Griechenland
Unter der Schirmherrschaft der Stadt Thessaloniki.
Zeit:
Donnerstag, 7. März 2013
Ort:
Sitzungssaal des Stadtverordnetenversammlung im Rathaus von Thessaloniki.
Anmeldung:
Wir bitten um Anmeldung bis zum 1. März an info@gr.boell.org
Programm der Konferenz (PDF)
Kurzdarstellung der Veranstalter griechisch (PDF)
Kurzdarstellung der Veranstalter deutsch (PDF)