Berlin Calling Lampedusa

Lampedusa ist zum Synonym geworden. Zum Synonym für die äußeren Grenzen Europas. Für die Einreisebestimmungen der Europäischen Union. Für die europäische Asylpolitik. Das koloniale Erbe, welches ein globales, geopolitisches und soziales Gefälle etabliert hat, wird an diesem Ort sichtbar. Die nahezu täglich ankommenden Boote vom afrikanischen Kontinent sind als direkte Folgen dieser historischen Entwicklung zu sehen. Lampedusa ist aber auch zum Synonym von Widerstand geworden. Es ist zum Synonym dafür geworden, dass die europäische Aufteilung ökonomischer Verhältnisse nicht hingenommen wird. Das verschärfte Kontrollsystem der EU der letzten Jahre hinderte nicht die „Autonomie der Migration“. In Lampedusa formuliert sich eine Dynamik, in der die grenzüberschreitende Mobilität zur politischen Praxis wird.

In der dreitägigen Veranstaltung kamen Geflüchtete, Aktivist_innen und Künstler_innen aus Italien und Deutschland zu Wort, um gemeinsam die weitreichenden Dimensionen der europäischen Asylpolitik zu beleuchten.

Die Berlin Calling-Reihe wird vom Studio Ya des Maxim Gorki Theater in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet. (Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin)

 

Marianna Salzmann über "Berlin Calling Lampedusa" und das Konzept des "Studio Ya"

Bahareh Sharifi über "Berlin Calling Lampedusa"

Interview with Napuli Paul Langa, Refugee Activist

Interview with Delphine from "Woman in Exile"