Re:fuge! / Zu:flucht! Filmtage über Flucht und Migration

Re:fuge! Zu:flucht! Filmtage über Flucht und Migration
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Re:fuge! Zu:flucht! Filmtage über Flucht und Migration

Flüchtlinge machen sich jedes Jahr auf den Weg nach Europa. In überfüllten und nicht seetauglichen Booten versuchen sie den Weg über das Meer zurückzulegen, unzählige Menschen sterben bei der gefährlichen Passage. Die EU schottet derweil ihre Grenzen immer effektiver ab. Technologisch hoch gerüstet überwacht Europa mit Hilfe des Eurosur-Programms den Mittelmeerraum mit Drohnen und Satelliten - der Grenzschutz wird weiter ausgebaut und teilweise bis nach Nordafrika verlagert.

Obwohl die Tragödien gesunkener Flüchtlingsschiffe wie dem vor Lampedusa im Oktober 2013 zumindest kurzzeitig die Schlagzeilen bestimmen und ins Bewusstsein dringen, bleiben politische Antworten und humanere Lösungen aus: von einer nennenswerten Reform der EU-Flüchtlingspolitik, die Schutzverantwortung und Menschenrechte in den Mittelpunkt stellt, ist der "Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts" weit entfernt.

Wir brauchen Bilder, die jenseits des Meeres anfangen; Einblicke in die Fliehkräfte bewaffneter Konflikte, in die Orte des Transits und in die Schicksalsgemeinschaften, die entstehen. Erzählungen, die von Europas vorgelagerten Grenzen berichten und danach fragen, warum Menschen aufbrechen, um diese Grenzen zu durchbrechen. Filme über Menschen, Ziele und Hoffnungen, über Lebensrealitäten in den europäischen Städten, über Heldinnen und Helden des eintönigen Alltags und über Flüge, die in Handschellen angetreten werden.

Die Filmtage über Flucht und Migration suchen differenzierte Blicke auf die Realitäten und Räume diesseits und jenseits des gemeinsamen Meeres.

Mit:

  • Nabil Asli (Algerien)
  • Miriam Faßbender (Deutschland)
  • Carol Mansour (Libanon)
  • Zakaria Mohamed Ali (Somalia)
  • Nina Kusturica* (Österreich)

* angefragt

Zeit und Ort:
Montag, 6. Oktober 2014 bis Donnerstag, 9. Oktober 2014

  • Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
  • Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin

Detaillierte Informationen zu den Filmtagen und zur Podiumsdiskussion am 9. Oktober 2014 finden Sie im Programm (PDF).

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.

Information:    
Nils Stelling
Referat Afrika
E-Mail stelling@boell.de
Telefon +49(0)285 34 -343