LGBTIQ* und Flucht

Schwerpunkt

LGBTIQ* und Flucht

LGBTIQ* werden oftmals in ihren Herkunftsländern massiv verfolgt und stehen auch in den Flüchtlingseinrichtungen in Deutschland vor spezifischen Herausforderungen. Doppeldiskriminierungen sind die Folge - während die Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe begrenzt sind, da zu vermuten ist, dass ein Großteil der Energie dafür aufgewendet wird, zunächst die psychischen und physischen Folgen dieser Vulnerabilitäten abzuschwächen.

Aus diesem Grund haben wir den Schwerpunkt "LGBTIQ* und Flucht" ins Leben gerufen. Schwule, bisexuelle, lesbische, Trans*, Inter* und queere Menschen (LGBTIQ*) mit Fluchterfahrung finden hier eine Plattform. Neben persönlichen Geschichten und Erfahrungen geht es um Strategien zur Sensibilisierung, Möglichkeiten der Vernetzung verschiedener Akteurinnen und Akteure, Fragen der Unterbringung schutzsuchender LGBTIQ*-Personen sowie Auswirkungen des Asylrechts und des politischen Schutzes.

Man darf nicht aus den Augen verlieren, dass in Deutschland ein Heterosexismus herrscht, der davon ausgeht, dass prinzipiell alle Menschen heterosexuell sind und die Existenz der anderen sexuellen Orientierungen oder Geschlechtsidentitäten als Ausnahmen gelten. (...) Die fehlende Thematisierung von Homo- und Transfeindlichkeit in der Gesamtgesellschaft macht die Stigmatisierung herausgegriffener Gruppen einfacher und spielt damit rechtspopulistischen Bewegungen in die Hände.
My journey as a transsexual activist did not happen overnight. I had to accept myself as a trans woman first. There are few cases like mine, where a kind, close family understands enough to let go of their son. It’s rare.

The life of a trans* activist

Alia Khannum, LGBTIQ* activist from Pakistan, shares her story as a transwoman and reflects upon her journey to become a trans* activist, engaged for the rights of LGBTIQ* refugees and migrants.

By Alia Khannum