Staatliche Migrationspolitik und ihr Einfluss auf die Migrationsentscheidungen türkischer Hochqualifizierter Der Wandel der Migrationspolitiken der Industrieländer beruht auf der Transformation der Produktionsverhältnisse. Aufgrund der arbeitsintensiven aber wissensarmen Produktionsstruktur im Fordismus der 1950er Jahre, wurden semiqualifizierte Arbeitskräfte aus der süd-osteuropäischen Peripherie angeworben.
Organisation und Selbstdarstellung von AfrikanerInnen in Berlin In der Migrationsdebatte in Berlin nimmt die Situation von AfrikanerInnen bisher wenig Raum ein. In der Öffentlichkeit werden AfrikanerInnen hauptsächlich aufgrund ihrer kulturellen Aktivitäten oder als Opfer rassistischer Übergriffe wahrgenommen.
Abwanderung von hochqualifizierten deutschen StaatsbürgerInnen türkischer Herkunft Im Zentrum der Kontroversen um Migration aus der Türkei stehen in der Regel Themen wie ‚Integrationsdefizite‘, ‚Integrationsverweigerung‘ und ‚Belastung‘ von Sozialkassen durch die Migration.
Altern in der Migrationsgesellschaft Eine Facette des demographischen Wandels ist, dass immer mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ins Rentenalter kommen. Im „Europäischen Jahr des aktiven Alterns“ beleuchtet das Dossier die Lebenssituation älterer MigrantInnen in Deutschland. pdf
Repräsentation unabhängiger Moscheevereine und Selbstorganisationen in den muslimischen Vertretungsorganen Yasin Alder hält es für sinnvoll, auch die verbandsunabhängigen Moscheen und muslimischen Frauen- und Jugendorganisationen – insbesondere diejenigen mit überregionaler Bedeutung - in zukünftigen Vertretungsstrukturen zu berücksichtigen. Solche Entwicklungen, die er teilweise in Niedersachsen beobachtet, könnten nicht staatlich verordnet werden, sie müssten sich aus den muslimischen Gemeinden heraus entwickeln.
Rechtliche Organisationsprobleme muslimischer Gemeinschaften in Deutschland Christian Waldhoff schlägt die Einführung einer neuen Rechtsform für religiöse Organisationen vor, die unterhalb der Ebene der Religionsgemeinschaft und der Körperschaft des öffentlichen Rechts sowie oberhalb der Ebene des eingetragenen Vereins nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch liegt. Diesen Weg hält er für sinnvoll, um eine symbolische Anerkennung zu erzielen und einer diskriminierenden Rechtspraxis gegenüber neuen religiösen Vereinen in Deutschland vorzubeugen, die nicht in der Lage sind, denselben Status wie die christlichen Kirchen zu erlangen.
Die deutsche Islampolitik und die Frage nach der Repräsentativität muslimischer Verbände Raida Chbib argumentiert, dass nicht die Vielfalt der muslimischen Organisationslandschaft, sondern vielmehr die Vermengung religionspolitischer mit sozialen, sicherheits- oder migrationsrelevanten Themenfeldern den politischen Dialog und die Kooperation mit den muslimischen Verbänden auf Bundes- wie Landesebene erschwert. Hinzu kämen, die unsachgemäßen und auch unerfüllbaren Erwartungen bezüglich der Repräsentativität der muslimischen AnsprechpartnerInnen.
Muslimische Organisationslandschaft im Umbruch? Kathrin Klausing sieht die Moscheen und ihre Verbände als die entscheidenden Institutionen des religiös-muslimischen Lebens in Deutschland. Impulse für eine stärkere gesellschaftliche Teilhabe und Verankerung des Islams in Deutschland sieht sie in den neuen Organisationen von jungen MuslimInnen außerhalb der etablierten Institutionen, deren reformatorische Wirkung jedoch nicht überschätzt werden dürfe.
Alle unter einem Dach? Muslimische Vielfalt in Deutschland: Möglichkeiten und Grenzen der Kooperation Kerstin Rosenow und Matthias Kortmann analysieren aus organisationssoziologischer Sicht die Anreize für muslimische Organisationen zu einer stärkeren Zusammenarbeit, sowie Gegentendenzen wie Konkurrenz und Machterhalt. Sie zeigen auf, dass vor dem Hintergrund transnationaler, hybrider Identitäten der EinwanderInnen, die Bereitstellung von Ressourcen in Form von Legitimität, Status und finanzieller Unterstützung vonseiten des Staates eine stärkere Orientierung ihrer Verbände auf das Ankunftsland und deren Loslösung von Abhängigkeiten vom Herkunftsland hervorbringen kann.
Kooperation zwischen muslimischen Verbänden und der Landesregierung Niedersachsen Firouz Vladi beschreibt die Kooperation zwischen dem Landesverband der Muslime und der Landeregierung in Niedersachsen als einen langjährigen Entwicklungsprozess, in dem gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden konnte. Diese über Jahre gewachsene Kooperation habe die Grundlage für die Verhandlungen über einen Staatsvertrag und die Einführung eines regulären Islamischen Religionsunterrichts im Jahr 2011 in Niedersachsen gelegt. Grundlage dafür sei eine vom Religionsverfassungsrechtler Heinrich De Wall (siehe seinen Beitrag im ersten Teil dieses Dossiers) ausgearbeitete Übergangslösung.