Flucht und Asyl

Aktuelles zum Thema

von

Die Migrationsforscherin Ljudmila Belkin hat einen Essay-Wettbewerb für jüdische Migrant/innen aus der ehemaligen Sowjetunion koordiniert. Im Interview spricht sie über Wert und Bewertung von Herkunft und über den Umgang mit migrantischem Wissen.

In einem eindrucksvollen Foto-Essay fokussiert der Fotojournalist Kaveh Rostamkhani auf die Folgen europäischer Grenzdynamiken. Die Ausstellung ist ab dem 02.11. in der Heinrich-Böll-Stiftung zu sehen.

Ralf Fücks auf dem Podium
von

Flüchtlings- und Migrationspolitik muss Hand in Hand mit Integrationspolitik gehen. Welche Chancen, Zumutungen, Anforderungen sind damit verbunden – aus der Perspektive der Ankommenden wie der Einheimischen? Die Eröffnungsrede von Ralf Fücks zum Kongress „Wie schaffen wir Integration?"

Flucht und Asyl

Im vergangenen Jahr mussten so viele Menschen fliehen wie seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr. Der UNHCR zählte fast 60 Millionen Menschen auf der Flucht weltweit, bis Ende 2015 sind mehr als eine Million Menschen in Deutschland eingetroffen. Krieg, Armut, totalitäre Regime, Diskriminierung und Gewalt zwangen die Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Neun von zehn Geflüchteten (86 Prozent) lebten in Entwicklungsländern, weil sie lediglich in das jeweilige Nachbarland fliehen können. Die Hälfte der Geflüchteten weltweit sind Kinder.

 

Veranstaltungen

Feb 21
Zu Gast: Marit Cremer, MEMORIAL Deutschland
Schöneiche bei Berlin
Feb 22
Präsentation, Film und Gespräch
Weimar
Feb 23
Präsentation, Film und Gespräch
Weimar
Feb 24
Diskussionsabend mit Almaz Zerai
Potsdam

Zwischen(t)räume - Transkontinentale Migration nach den Umbrüchen in Nordafrika

Infos zur Veranstaltung

Entführt, erpresst oder verschwunden: Zur Situation von Flüchtlingen auf dem Sinai
Filmvorführung von "Sound of Torture" (Keren Shayo) mit anschließender Podiumsdiskussion am Donnerstag, 16. Oktober 2014 von 18:00 bis 21:30 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung.

Weitere Veranstaltungen

Father Mussie Zerai (Agenzia Habeshia per la Cooperazione allo Sviluppo); Asouquo Ude (Sprecher der Flüchtlingsinitiative "Lampedusa in Hamburg"); Andrea Dernbach (Der Tagesspiegel); Ska Keller (MdEP, Die Grünen/ European Free Alliance); Günter Burkhardt (PRO ASYL),

Dokumentation zur Veranstaltung "Die Krise der europäischen Asyl- und Menschenrechtspolitik". 

Dossiers

Sperre. Urheber: Tabbo 107. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Ein Dossier über neueste Entwicklungen in der europäischen und deutschen Asyl- und Flüchtlingspolitik und über Ansätze zu einem Politikwechsel, der den Flüchtlingsschutz über den Grenzschutz stellt.

All rights reserved.

The articles in this dossier shed critical light on several related sites of Euro-Mediterranean border management. They look at the “border within” as well as the effects of the exterritorialisation strategy in the Libyan example. They show both the deadly and the “productive” aspects of the border regime.

All rights reserved.

Das Dossier liefert Einblicke in die prekäre Lebenssituation der Menschen ohne legalen Aufenthalt und analysiert die Ursachen, die in den letzten Jahrzehnten zur Zunahme der irregulären Migration in Europa geführt haben.

Installation "Das Haus der 28 Türen", Künstlergruppe Bewegung NURR. Urheber: Elisabeth Gregull. All rights reserved.

Der zweite Teil der Dossier-Reihe „Welcome to Germany“ betrachtet die exklusiven Seiten der deutschen Willkommenskultur und möchte dazu anregen, sich selbstkritisch mit dem „Willkommen sein“ in Deutschland und Europa auseinanderzusetzen.

Weitere Beiträge zum Thema

Besetzung einer Schule in Hamburg, Refugee Welcome Center, Tafel auf der steht "Lampedusa is here to stay"
von

Am Beispiel Hamburgs zeigt sich nicht nur das Wollen und das Können zivilen Ungehorsams, sondern auch die Auflösung der Grenzen zwischen humanitärem und politischem Engagement.

von

Um die Handlungsfähigkeit in der Krise zurückzugewinnen, brauchen wir jetzt mehr als guten Willen und Empathie: eine europäische Lösung und ein gemeinsames Band zwischen den vielen Verschiedenen.

"Reisepass" der Refugee Republic

Juliane Karakayali und Serhat Karakayali zeigen, dass Migration als Heterotopie gefasst werden müsse, d.h. als ein Raum, in dem die nationalen Grenzen des Politischen und Sozialen hinterfragt werden und über das Neue nachgedacht wird.

Anti-Frontex DemonstrantInnen

Bernd Kasparek zegit, dass die mangelnde demokratische Verfasstheit der Agentur Frontex kein Zufall ist, sondern der Tatsache geschuldet, dass sie ein Schengener Produkt ist und damit selbst eine Grenzgängerin. Ein Neu-Denken von Schengenland und Europa wird dabei die Tatsache ins Zentrum stellen müssen, dass beide zutiefst von der Faktizität und Autonomie der Migration geprägt sind.

Young refugees

Judith Kopp arbeitet heraus, wie die Vorverlagerung der europäischen Grenze im Zusammenspiel mit diktatorischen Regimen vorangetrieben wurde.

Flüchtlinge haben sich immer wieder gegen die mit der Lagerunterbringung verbundenen Gängelungen und Drangsalierungen gewehrt. Nachdem die Bundesregierung erklärt hat, dass das Asylbewerberleistungsgesetz, welches zahlreiche Schikanen gegenüber Flüchtlingen ermöglicht, wohl grundgesetzwidrig ist, gibt es mit der Abolish-Kampagne nun eine Bündelung der vielen individuellen, lokalen und regionalen Widerstandshandlungen.

von

In einer Eins-zu-Eins Tour werden die Teilnehmenden von Einwohnerinnen und Einwohnern Neuköllns, die selbst eine Migrationsgeschichte haben, durch die Straßen ihrer (neuen) Nachbarschaft geführt.

von

Was hat der türkischstämmige Berliner Kaufmann mit der Lehrerin aus Wolgast gemeinsam? Beide haben einen Migrationshintergrund. 12 Millionen Menschen sind in Folge des Nationalsozialismus geflohen. In den Familien wurden Erinnerungen unterschiedlich tradiert: Es wurde glorifiziert, verdrängt, geschwiegen.