"Die Arbeit von Betroffenen muss strukturell unterstützt werden" Veröffentlicht: 18. März 2026 Interview Ibrahim Arslan kämpft seit Jahren für eine Erinnerungskultur, die aus der Perspektive von Betroffenen erzählt wird. Nun ist er mit dem Film „Die Möllner Briefe“ quer durchs Land getourt. Ein Gespräch über besondere Begegnungen, Solidarität und politische Verantwortung. Derya Türkmen
Fünf Jahre nach Hanau Veröffentlicht: 18. Februar 2025 Said Etris Hashemi, der den Terroranschlag in Hanau schwerverletzt überlebte und dessen Bruder Nesar bei dem Anschlag ermordet wurde, ist zu einer unüberhörbaren Stimme im Kampf gegen Rassismus geworden. Heute blickt er zurück auf die letzten fünf Jahre und auf das, was ihn bestärkt, weiter laut zu sein. Said Etris Hashemi
Weil ich dich eigentlich liebe, Hanau Veröffentlicht: 18. Februar 2025 Nouha El Jazouli ist Stadtschulsprecherin in Hanau und engagiert sich in der Bildungsinitiative Ferhat Unvar. Zum Zeitpunkt des Anschlags war sie 12 Jahre alt. In ihrem lyrischen Text reflektiert sie, wie der Anschlag ihr Leben und die Stadt verändert hat. Nouha El Jazouli
Du musst in einem Februar frieren Veröffentlicht: 18. Februar 2025 Das Gedicht von der Künstlerin Tanasgol Sabbagh erinnert uns daran, dass auch fünf Jahre nach Hanau die Erinnerung unausweichlich bleibt: In jedem Blick, in jedem Gespräch, in den Strukturen, die uns umgeben – gegen das Vergessen, gegen das Verdrängen. Tanasgol Sabbagh
Unsere Väter sollen nicht vergessen werden Veröffentlicht: 18. Februar 2025 Semiya Şimşek und Gamze Kubaşık verbindet eine tiefe Freundschaft und ein geteilter Schmerz. Ihre Väter wurden beide vom NSU ermordet. Der Anschlag in Hanau riss alte Wunden wieder auf – und zeigt, wie wichtig der Kampf der Angehörigen für Erinnerung und Konsequenzen ist. Semiya Şimşek, Gamze Kubaşık
ein gedicht namens Charlotte Veröffentlicht: 18. Februar 2025 Ein Name ist nicht nur ein Wort – er trägt Erinnerung, Identität und ein versprochenes Morgen. Doch was bleibt, wenn Namen verwaltet, Leben ausgelöscht und Geschichte in Datenbanken entmenschlicht wird? Eine lyrische Spurensuche von Temye Tesfu. Temye Tesfu
Selbstbestimmt und solidarisch: Erinnern an rechten Terror in Halle und Hanau Veröffentlicht: 23. Januar 2025 Interview Newroz Duman und Rachel Spicker sprechen über die Bedeutung einer solidarischen Erinnerung an die Anschläge von Halle und Hanau, aktuelle Herausforderungen und die zentrale Rolle der Betroffenen.
Der 9. Oktober – wie jetzt darüber sprechen? Veröffentlicht: 9. Oktober 2024 Zeugnisse Zum fünften Jahrestag des Anschlags in Halle am 9. Oktober 2019 hat Esther Dischereit Erinnerungen von Synagogenbesucher*innen zusammengetragen. Sie erzählen auch davon, wie der 7. Oktober 2023 die Wunden von Halle wieder aufriss. Esther Dischereit
Der 9. Oktober – wie sprechen danach? Veröffentlicht: 9. Oktober 2024 Essay Heute jährt sich der Anschlag vom 9. Oktober 2019 in Halle auf die Synagogenbesucher*innen, den Kiez-Döner und weitere Menschen zum fünften Mal. Zu diesem Anlass blickt Esther Dischereit auf den Tag und den Prozess zurück. Esther Dischereit
Für eine vielfältige Erinnerungskultur Veröffentlicht: 26. September 2024 Die Debatte nach dem 7. Oktober verstellt den Blick auf die langen Linien des deutschen Antisemitismus und seine enge Verbindung mit Rassismus. Der Holocaust ist ein komplexes Gewaltgeschehen mit antisemitischen und rassistischen Praktiken des Massenmordes. Die Anerkennung extremer kolonialer Gewalt nimmt ihm nichts von seinem Schrecken. Michael Wildt
Zionismusforschung und postkoloniale Perspektiven: Ein möglicher und fruchtbarer Dialog Veröffentlicht: 26. September 2024 Von einer Verknüpfung der Zionismusforschung mit den Postcolonial Studies würden beide Disziplinen profitieren. Von ihr können Impulse ausgehen für einen gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus. Stefan Vogt
Täterschuld und Schuldumkehr: Das Verhältnis der Deutschen zu Israel Veröffentlicht: 26. September 2024 Einige linksliberale Intellektuelle vertreten die Meinung, dass in Deutschland aufgrund einer Täterschuld keine Kritik an Israel möglich sei. Lothar Probst ist der Meinung, dass stattdessen eine Schuldumkehr stattgefunden habe. Lothar Probst
Palästinenser*innen in Deutschland: Tabus brechen und Traumata thematisieren Veröffentlicht: 26. September 2024 In Deutschland lebt die größte palästinensische Gemeinschaft Europas. Die meisten von ihnen verfügen in ihrer Familiengeschichte über mehrfache Vertreibungserfahrungen. Ausgehend von ihrer Dissertation, untersucht Sarah El Bulbeisi wie sich dabei Tabu und Trauma über Generationen hinweg bedingen. Sarah El Bulbeisi
Keine Gerechtigkeit ohne Konsequenzen Veröffentlicht: 19. Februar 2024 Interview Vor vier Jahren tötete ein Rechtsextremist neun junge Menschen aus rassistischen Motiven in Hanau. Unter den Opfern war auch Gökhan Gültekin. Über dessen Leben hat sein Bruder Çetin Gültekin ein Buch geschrieben, um ihm ein Denkmal zu setzen. Im Interview spricht er über die Kontinuitäten von Rassismus, das Versagen der Sicherheitsbehörden und die Frage, warum es keine Gerechtigkeit ohne Konsequenzen gibt. Safiye Can, Hakan Akçit
Erinnerungskultur neu denken - Koloniale Spuren im städtischen Raum Veröffentlicht: 28. April 2023 Hintergrund Die Aufarbeitung des deutschen Kolonialerbes läuft schleppend: Immer noch lagern tausende Schädel aus kolonialen Kontexten in deutschen Museen, Straßennamen ehren deutsche Kolonialherrschaft. Wo die Politik versagt, treiben lokale Gruppen eine kritische Erinnerungskultur im öffentlichen Raum voran. Bebero Lehmann
Schwarzes Wissen: Erinnerungen für die Zukunft schaffen Veröffentlicht: 27. April 2023 Essay Bibliotheken sind nicht nur Orte des Wissens, sondern auch der Begegnung. Sie dienen als Brücke zwischen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Welche Rolle Schwarze Bibliotheken für die Schwarze Community spielen und wie "afrofuturistische Orte" in der Zukunft aussehen können, erläutert Miriam Mona Mukalazi. Miriam Mona Mukalazi
„Wir werden nicht schweigen“ – Rede von Sibel Leyla zum Jahrestag des Anschlags am OEZ München Veröffentlicht: 22. Juli 2022 Rede Heute jährt sich der rechte Terroranschlag am OEZ in München zum sechsten Mal, bei dem neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet wurden. Sibel Leyla, Mutter des verstorbenen Can Leyla, hält eine bewegende Rede auf der Gedenkveranstaltung in München. Sibel Leyla
Rechter Terror ist eine Gefahr für uns alle Veröffentlicht: 17. Februar 2022 Rede Anlässlich des zweiten Jahrestags des Anschlags von Hanau diskutierten wir am 15. Februar im Ballhaus Naunynstraße in Berlin über die Frage der „Sicherheit für alle“ in einer offenen Gesellschaft. In ihrem Impulsvortrag sprach die Autorin Esther Dischereit über die Kontinuitäten rechter Gewalt und behördlichen Versagens in Deutschland, die Bedeutung der Zeugnisse von Betroffenen und die Frage, warum rechter Terror eine Gefahr für uns alle ist. Esther Dischereit
Von Mölln bis nach Hanau: Erinnern heißt verändern Veröffentlicht: 19. Februar 2021 Denkschrift Eine würdige Erinnerungskultur muss die Kontinuität rechter Gewalt in den Blick nehmen und Konsequenzen ziehen. Eine Denkschrift über die Praxis des Erinnerns als Mahnung zur Veränderung und über die Erfahrungen der migrantischen Selbstorganisation von Newroz Duman und Ibrahim Arslan. Newroz Duman, İbrahim Arslan
Erinnerungskultur muss mit Umverteilung von Macht einhergehen Veröffentlicht: 14. Oktober 2020 Interview Wie es sich anfühlt, als jüdischer Mensch in einem Land zu leben, in dem rassistische und antisemitische Gewalttaten zunehmen und welche Bedeutung der Hund in den Gedichten seines pünktlich zur Frankfurter Buchmesse erschienenen Lyrikbands "Gestohlene Luft" hat, erklärt Dichter Yevgeniy Breyger im Zwischenraum-Interview. Safiye Can, Hakan Akçit