Religion

David Solomon: Die gesamte jüdische Bibel in einer Stunde

In diesem Vortrag bietet David Solomon einen umfassenden Überblick über den gesamten Tanach (Thora, Nevi’im, Schriften). Jedes Buch wird mit seinen Hauptthemen im historischen Kontext dargestellt. Ein Schwerpunkt ist der Übergang von den Legenden des alten Israels zur objektiven Realität der jüdischen Geschichte.
 

In the melting pot – Muslim migrants in post-crisis Bochum

Georgiana Catalina Macovei and photographer Octavian Bâlea documented the visitors of a Turkish mosque in Bochum. The article sheds light on the impact of the economic crisis of 2008 on Bochum’s large and diverse muslim community. Who was affected and what support networks are provided by religious institutions such as Mosque societies? As numbers cannot convey the complexity of issues of migration within the town of Bochum, the article allows for a different look on the struggles and success stories of muslim migrants in Bochum.

Muslim Well-Being in Europe

In three of the four states, official data collection practices do not permit direct examination of Muslim well-being despite current efforts to establish alternatives to the Gross Domestic Product per capita in assessing individuals’ satisfaction and happiness. 

Religion

Das Zusammenleben zwischen Menschen, die unterschiedliche religiöse Überzeugungen besitzen und Praktiken nachgehen, ist sowohl historisch als auch global eher die Regel als die Ausnahme. Gesellschaften, in denen nur eine Religion geglaubt und praktiziert wird, sind kaum anzutreffen - werden dafür aber um so häufiger als Idealfall angeführt.

Freunde werden

Deutsche Islam Konferenz im Fokus

Ist sie noch zu retten? In den letzten Monaten wurde immer wieder die Frage gestellt, welche Aufgaben die Deutsche Islam Konferenz (DIK) noch hat und ob sie politische Entscheidungen für die Integration muslimischer Gemeinschaften vorantreiben kann. Nachdem Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich kurz nach seinem Amtsantritt im März 2011 erklärte, dass die Muslime zu Deutschland gehörten, aber nicht der Islam, stand das geplante Treffen unter einem schlechten Stern. Dieses Statement bestimmte über Wochen die Berichterstattung, über die Ergebnisse, die das Gremium über Monate hinweg erarbeitet hatte, konnte man hingegen in der Presse wenig erfahren.

Dossier

Beiträge

Repräsentation unabhängiger Moscheevereine und Selbstorganisationen in den muslimischen Vertretungsorganen

Yasin Alder hält es für sinnvoll, auch die verbandsunabhängigen Moscheen und muslimischen Frauen- und Jugendorganisationen – insbesondere diejenigen mit überregionaler Bedeutung - in zukünftigen Vertretungsstrukturen zu berücksichtigen. Solche Entwicklungen, die er teilweise in Niedersachsen beobachtet, könnten nicht staatlich verordnet werden, sie müssten sich aus den muslimischen Gemeinden heraus entwickeln.

Rechtliche Organisationsprobleme muslimischer Gemeinschaften in Deutschland

Christian Waldhoff schlägt die Einführung einer neuen Rechtsform für religiöse Organisationen vor, die unterhalb der Ebene der Religionsgemeinschaft und der Körperschaft des öffentlichen Rechts sowie oberhalb der Ebene des eingetragenen Vereins nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch liegt. Diesen Weg hält er für sinnvoll, um eine symbolische Anerkennung zu erzielen und einer diskriminierenden Rechtspraxis gegenüber neuen religiösen Vereinen in Deutschland vorzubeugen, die nicht in der Lage sind, denselben Status wie die christlichen Kirchen zu erlangen.

Die deutsche Islampolitik und die Frage nach der Repräsentativität muslimischer Verbände

Raida Chbib argumentiert, dass nicht die Vielfalt der muslimischen Organisationslandschaft, sondern vielmehr die Vermengung religionspolitischer mit sozialen, sicherheits- oder migrationsrelevanten Themenfeldern den politischen Dialog und die Kooperation mit den muslimischen Verbänden auf Bundes- wie Landesebene erschwert. Hinzu kämen, die unsachgemäßen und auch unerfüllbaren Erwartungen bezüglich der Repräsentativität der muslimischen AnsprechpartnerInnen.

Muslimische Organisationslandschaft im Umbruch?

Kathrin Klausing sieht die Moscheen und ihre Verbände als die entscheidenden Institutionen des religiös-muslimischen Lebens in Deutschland. Impulse für eine stärkere gesellschaftliche Teilhabe und Verankerung des Islams in Deutschland sieht sie in den neuen Organisationen von jungen MuslimInnen außerhalb der etablierten Institutionen, deren reformatorische Wirkung jedoch nicht überschätzt werden dürfe.

Alle unter einem Dach? Muslimische Vielfalt in Deutschland: Möglichkeiten und Grenzen der Kooperation

Kerstin Rosenow und Matthias Kortmann analysieren aus organisationssoziologischer Sicht die Anreize für muslimische Organisationen zu einer stärkeren Zusammenarbeit, sowie Gegentendenzen wie Konkurrenz und Machterhalt. Sie zeigen auf, dass vor dem Hintergrund transnationaler, hybrider Identitäten der EinwanderInnen, die Bereitstellung von Ressourcen in Form von Legitimität, Status und finanzieller Unterstützung vonseiten des Staates eine stärkere Orientierung ihrer Verbände auf das Ankunftsland und deren Loslösung von Abhängigkeiten vom Herkunftsland hervorbringen kann.

Kooperation zwischen muslimischen Verbänden und der Landesregierung Niedersachsen

Firouz Vladi beschreibt die Kooperation zwischen dem Landesverband der Muslime und der Landeregierung in Niedersachsen als einen langjährigen Entwicklungsprozess, in dem gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden konnte. Diese über Jahre gewachsene Kooperation habe die Grundlage für die Verhandlungen über einen Staatsvertrag und die Einführung eines regulären Islamischen Religionsunterrichts im Jahr 2011 in Niedersachsen gelegt. Grundlage dafür sei eine vom Religionsverfassungsrechtler Heinrich De Wall (siehe seinen Beitrag im ersten Teil dieses Dossiers) ausgearbeitete Übergangslösung.

Islamischer Religionsunterricht in einer multikulturellen Gesellschaft

Rauf Ceylan unterstreicht die Wichtigkeit der Einführung eines islamischen Religionsunterrichts an den öffentlichen Schulen, auch mit Blick auf die hohe Religiosität muslimischer Jugendlicher. Während die religiöse Sozialisation bisher hauptsächlich in den Familien und Moscheen weitgehend auf eine reine Wissensvermittlung beschränkt sei, könne der Religionsunterricht eine reflexive Auseinandersetzung mit Religion vermitteln. Reflexive Kompetenz sieht er in einer pluralistischen Gesellschaft als unabdingbar an, um angemessen mit anderen Religionen und Lebensstilen umgehen zu können.

Islamische Verbände in verbandsökonomischer Perspektive

Andreas Blätte warnt davor, die Gestaltungsfähigkeit von Politik im Hinblick auf die Herausbildung eines einheitlichen Ansprechpartners zu überschätzen. Da die muslimischen Verbände erfolgreich Ressourcen aus ihrer Mitgliederbasis heraus mobilisierten, seien sie nicht auf staatliche Finanzierung angewiesen und damit auch von staatlichen Strukturierungsversuchen relativ unabhängig. Daher sei etwa der Wunsch nach einem einzigen Ansprechpartner unrealistisch.

Verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen eines islamischen Religionsunterrichts

Heinrich de Wall zeigt die rechtlichen Spielräume auf, die es ermöglichen, islamischen Religionsunterricht im Rahmen der derzeitigen Sach- und Rechtslage einführen zu können. Er stellt eine Übergangslösung für die Kooperation des Staates mit muslimischen Organisationen vor, ohne dass daraus automatisch ihre volle Anerkennung als Religionsgemeinschaften resultiert. Dieser Weg würde einen Prozess eröffnen, der mittelfristig zu einer vollen Anerkennung führen könnte.

Der Islam als Herausforderung für das deutsche Religionsrecht

Janbernd Oebbecke hebt die Vorteile des auf Religionsfreiheit und Verbot religiöser Diskriminierung basierenden Kooperationssystems zwischen Staat und Religionsgemeinschaften in Deutschland hervor, und argumentiert, dass dieses System mit einigen Modifikationen auch in Zukunft den geeigneten Rahmen für die Kooperation des Staates mit anderen Religionsgemeinschaften bietet.

Dossiers

Dossier Muslimische Vielfalt in Deutschland

MuslimInnen lassen sich nicht auf ihre religiöse Identität reduzieren. Das Dossier gibt einen Einblick in die vielfältigen soziokulturellen, religiösen und politischen Initiativen der muslimischen Community in Deutschland.

Beiträge

Den Frauen den Rücken stärken

Ein Interview über Zwangsheirat und Gewalt in der Familie mit Ayten Kilicarslan – Migrationserstberaterin des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen (BFmF e.V.) in Köln.

Geht Organisieren über Agieren?

Die Diskussion um die Islamkonferenz und die Reaktion auf den Zusammenschluss von vier Dachverbänden zum Koordinierungsrat zeigen erneut: Die Debatte um das Verhältnis Muslime–Staat reduziert sich heute  fast ausschließlich auf diese Frage, wer, wie und mit welchem Recht die muslimische Gemeinschaft repräsentiert und ob und wann mit diesem Verband dann das Verhältnis körperschaftlich geregelt werden kann wie bei den christlichen und jüdischen Religionsgemeinschaften.

„Mit Muslimen etwas bewegen“

Stil und Aussage dieses Mottos, das seit Kurzem Stofftaschen und Kugelschreiber des muslimischen Vereins Inssan in Berlin ziert, sind symptomatisch für ein neues Bestreben muslimischer Gemeinden und Organisationen, sich als Teil der Gesellschaft einzubringen und auch als solcher gesehen und akzeptiert zu werden. Dieses Motto will ich im Folgenden zum Anlass nehmen, zu beschreiben, wie verschiedene dieser Vereine aktiv werden und welche Ergebnisse diese Aktivitäten bringen.

Islamischer Feminismus - Leitbilder, Selbstverständnis und Akteure

Islamischer Feminismus ist Teil der globalen Frauenbewegung, welche sich, wie auch andere Feminismen (Black Feminism, African Womanism, christlicher Feminismus usw.), vom „westlichen“ Feminismus unterscheidet. Er forciert die Gleichberechtigung aller MuslimInnen in allen Lebensbereichen, unabhängig vom sozialen Geschlecht.

Islam und Staatsbürgerschaft in Deutschland

Die Erfahrung Deutschlands mit der nach Frankreich größten muslimischen Bevölkerungsgruppe in Westeuropa zeigt, dass eine signifikante muslimische Bevölkerung im Herzen Europas weder gewalttätige islamistische Gruppen hervorbringen, noch sozial destabilisierend wirken muss. Die deutsche Politik erkennt heute an, dass Deutschland ein Einwanderungsland mit einem großen, auf Dauer ansässigen türkischen und muslimischen Bevölkerungsanteil ist.

Scharia - von den Anfängen bis zum modernen Rechtsstaat

Der Begriff Scharia umfasst heute weites Spektrum von Bedeutungen. Es reicht von der Grundbedeutung eines Weges in Richtung auf ausgewogene, menschenwürdige und die Schöpfung erhaltende Gerechtigkeit über ein in einer gegebenen Zeit und Region real existierendes Rechtssystem bis zu Bruchstücken von Ritual, Familienrecht und Strafrecht. Besonders Letzteres wird oft instrumentalisiert und sorgt für Schlagzeilen. Die oft gestellte Frage, ob "die Scharia" mit den Erfordernissen der Moderne bzw. mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vereinbar sei, birgt deshalb die Gefahr großer Mißverständnisse.

Islamisches Gemeindeleben 'made in Berlin': Pluralisierung, Professionalisierung und urbane Kompetenz

80 islamische Gebetsräume – ist das viel in einer Stadt, deren Bevölkerungszahl schrumpft und in der protestantische Kirchengebäude verkauft werden, weil die Mitgliederzahlen sinken, während sich freikirchliche Gemeinden in leeren Ladengeschäften niederlassen? In einer Stadt, deren Straßenbild in den zentralen Stadtteilen seit ca. 30 Jahren von immer wieder neuen, ethnisch markierten Vereinslokalen geprägt ist?

Dossier

Dossier Religiöse Vielfalt & Integration

Das Dossier erkundet die Bedürfnisse und Wünsche von religiösen Gemeinschaften und sucht nach Wegen, wie die religiöse Vielfalt zukünftig ausgestaltet werden könnte.

Beiträge

Religion Weltweit

Religiöse Vielfalt in China

Über Religion, Religiosität und Glauben in China ist viel gesagt und geschrieben worden: Hybrid-Glauben aus diversen religiösen Quellen wie etwa abgewandelte christliche Varianten oder auf Qigong basierenden Quasi-Religionen.

Muslime in Berlin

Im Jahr 2006 begann die Open Society Foundation ein mehrjähriges Forschungsprojekt zur Lebenssituation muslimischer Minderheiten in westeuropäischen Großstädten.

USA: Religiöser Fundamentalismus einmal anders

Dass es in den USA konservative Evangelikale gibt, hat sich inzwischen in der ganzen Welt herumgesprochen. Dass es sich dabei um eine komplizierte Gruppe handelt, die politisch keinesfalls über einen Kamm zu scheren ist, wird jedoch seltener zur Kenntnis genommen.

Muslime und die Anforderungen des demokratischen Rechtsstaats

Man nehme einige Kopftuchverbote für Lehrerinnen an staatlichen Schulen in Deutschland, ein Minarettverbot in der Schweiz und ein Burka-Verbot in Frankreich, dazu kommen zahlreiche Konflikte um Moscheebauten und schon sind prägende Momente der Debatte um MuslimInnen in Europa bezeichnet.

Publikationen

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